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Mittwoch, 11. Mai 2005
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Thun: Integrationsleitbild, Jugendschutz sowie Stellenplan- und Lohnpolitik
 
Das Integrationsleitbild der Stadt Thun, zu dem sich die Stadtratsparteien noch abschliessend werden äussern können, Fragen des Kinder- und Jugendschutzes sowie stellenplan- und lohnpolitische Fragen standen im Zentrum der diesjährigen Klausursitzung des Thuner Gemeinderates auf dem Diemtigbergli.


sth/bns. Seit über 30 Jahren begebe sich der Thuner Gemeinderat im Frühling auf das Diemtigbergli und halte dort seine zweitägige Klausursitzung ab, wird in der Medienmitteilung erinnert. Dabei gehe es um Aussprachen über wichtige politische Themen. Beschlüsse würden keine gefasst, dafür aber politische Richtungsentscheide getroffen, die von der Verwaltung weiter zu bearbeiten seien: «Diese Form der politischen Arbeit bewährt sich, weil sich die Stadtregierung schwierigen Themen ohne Zeitdruck widmen kann.» – Im Gasthaus Bergli ob Diemtigen befasste sich der Thuner Gemeinderat laut einer Medienmitteilung an seiner jährlichen Klausursitzung mit drei Schwerpunktthemen:

Integrationsleitbild: Anfang Jahr hat der neue Integrationsbeauftragte der Stadt Thun, Fred Hodel, seine neue 80-Prozent-Stelle angetreten. Zu seinen ersten Aufgaben gehört die Erstellung eines Leitbildes zur Integration, insbesondere von Ausländern. Was unter Integration zu verstehen ist und welche Ziele die Stadt in diesem Bereich anstrebt, hatte der Gemeinderat bereits früher diskutiert und definiert. In zahlreichen Gesprächen mit Fachinstanzen und Verwaltungsstellen hat der Integrationsbeauftragte nun einen Entwurf für ein Integrationsleitbild der Stadt Thun entwickelt, das dem Gemeinderat vorgelegt wurde. Der Gemeinderat nahm zu Themen wie der Schaffung eines Begegnungszentrums, den konkreten Ansprechgruppen, den Aufgaben des Integrationsbeauftragten und dem weiteren politischen Vorgehen Stellung und erteilte entsprechende Aufträge. Diesen Sommer werden die Stadtratsparteien anlässlich einer Vernehmlassung ihre Meinungen zum Leitbild äussern können. Danach wird das Stadtparlament das Leitbild zur Kenntnis nehmen.

Personalpolitik: Die Überprüfung der Stellenbestände der sogenannten Querschnittsämter - all jener Funktionen in der Stadtverwaltung, die Leistungen für mehrere Direktionen erbringen - ist ein Legislaturziel, das nach der Auslagerung mehrerer Bereiche der Stadtverwaltung beschlossen wurde. Die Beratungsfirma BDO Visura hat letzten Herbst die Querschnittsämter Stadtkanzlei, Finanzverwaltung, Personalamt und Amt für Stadtliegenschaften analysiert. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gaben die Verwaltungsabteilungen Stellungnahmen ab, die der Gemeinderat seinerseits nun zur Kenntnis nahm, diskutierte und das weitere Vorgehen festlegte. In einem nächsten Schritt werden die betroffenen Abteilungen, die zuständigen Sachkommissionen, sowie die Kontroll- und Planungskommission des Stadtrates orientiert. Als weiteres personalpolitisches Thema stand die Überprüfung des 2002 eingeführten neuen Lohnsystems mit Leistungsanteilen auf der Traktandenliste. Vorschläge für eine moderate Anpassung werden bei Personalverbänden und Verwaltungskader in die Vernehmlassung gegeben.

Kinder- und Jugendschutz: Die städtischen Sozialdienste haben vermehrt mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die mit den für sie bestehenden Rahmenbedingungen nicht mehr zu Recht kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Orientierungsschwierigkeiten, Überflutung mit widersprüchlichen Botschaften, überforderte Erziehungsberechtigte, Schulschwierigkeiten und Integrationsprobleme gehören dazu. Eine steigende Zahl von aufwendigen Abklärungen und Massnahmen bis hin zu Fremdplazierungen von Kindern und Jugendlichen sind die Folge. Vor diesem Hintergrund lässt der Gemeinderat Optimierungen bei den Zuständigkeiten und bei der Vernetzung der öffentlichen und privaten Angebote prüfen. Zudem wird abgeklärt, ob ein kinder- und jugendpolitisches Konzept erarbeitet werden soll.

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Hintergrundinformationen siehe auch Bericht Staneks Planetenlexikon 2005: Mit dem Computer auf den Mars vom Sonntag, 14. November 2004




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