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Thun-Süd: Projekt- und Ideenwettbewerb gestartet
Der Projekt- und Ideenwettbewerb für ein Fussball- und ein Leichtathletikstadion, Rasenspielfelder und ein Einkaufszentrum in Thun-Süd ist gestartet worden - der Thuner Gemeinderat hat grünes Licht gegeben. Zuvor wurde der Standard des Stadions nochmals vertieft abgeklärt: Eine Erfüllung von höheren Anforderungen würde gegenüber den bisherigen Kostenschätzungen voraussichtliche Mehrkosten von 1,85 Millionen Franken verursachen und damit die Kosten für das Stadion auf vorerst gegen 20 Millionen Franken und später allenfalls um weitere 3,25 Millionen Franken anwachsen lassen.
«Vor dem Hintergrund, dass der FC Thun gegenwärtig sehr erfolgreich ist und in die Qualifikation für die Champions League steigt, musste der Standard des geplanten neuen Stadions nochmals vertieft abgeklärt werden», heisst es in einer Medienmitteilung: «Mit ein Grund dafür war auch die Tatsache, dass die international gültigen baulichen Standards für Stadien von den dafür zuständigen Gremien häufig angepasst werden.» Erst danach habe der Projektwettbewerb für die Sportanlagen und der Ideenwettbewerb für ein damit kombiniertes Einkaufszentrum in Thun-Süd gestartet werden können. Dies sei nun geschehen: «Die aus 64 Bewerbern ausgewählten 12 Projektteams erhielten diese Woche die nötigen Informationen und Unterlagen; Mitte September wird ein 15köpfiges Preisgericht aus Fachpreisrichtern, Vertretern der Stadt Thun, der Burgergemeinde Thun und der vier Investoren entscheiden, welches Projekt realisiert werden soll.»
| Zwölf Projektteams ausgewählt
In der Präqualifikation wurden zwölf Projektteams ausgewählt; sie sind laut Medienmitteilung berechtigt, am Projekt- und Ideenwettbewerb Thun-Süd teilzunehmen. Jedes der nachfolgend aufgeführten zwölf Architekturbüros arbeite als Projektteam mit einem Bauingenieur und einem Landschaftsarchitekten zusammen, die in dieser Zusammenstellung nicht aufgelistet seien: Andrea Roost, Bern. Cruz y Ortiz, Sevilla (Spanien). Daniel Libeskind AG, Bern. EM2N, Zürich. Gauer Itten Messerli Architekten AG, Bern. GeninascaDelefortrie SA, Neuchâtel. Graber Pulver Architekten AG, Bern. Luscher Architectes SA & Partner, Lausanne. Marques AG / Daniele Marques, Luzern. Pool architekten, Zürich, Brügger Architekten, Spiez. Riegler Riewe Architekten ZT, Graz (Österreich). Scheitlin-Syfrig + Partner, Luzern. |
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Der Thuner Gemeinderat habe sich – in Anwesenheit einer Vorstandsdelegation des FC Thun – durch Vertreter des Schweizerischen Fussballverbandes genau über die neusten Bestimmungen orientieren lassen, verlautet dazu im weiteren: «Er nahm zur Kenntnis, dass der FC Thun, falls er in der Champions League spielen würde, voraussichtlich ab 2011 nicht mehr in einem auswärtigen Stadion spielen dürfte, sondern über eine eigene Anlage gemäss dem Standard A plus für diese Spielliga verfügen müsste.» Der Projektwettbewerb für das Stadion sei nun so ausgeschrieben worden, dass dieses auf den Standard A plus ausgebaut werden könne: «Dies bedeutet, dass jene Baubereiche, die nicht verändert werden könnten gemäss dem höheren Standard realisiert werden, dieses Stadion (‹A plus reduziert›) könnte dann bei Bedarf nachgerüstet werden.» Als Wettbewerbsaufgabe sei nun ein Stadion mit 6000 gedeckten Sitzplätzen und 4000 Stehplätzen vorgegeben worden. Von diesen Stehplätzen müssten 2000 in gedeckte Sitzplätze verwandelt werden können: «Weitere Kennzeichen dieses Stadions sind unter anderem grössere Abstände zwischen Spielfeld und Zuschauerbereich, grössere Garderoben und Nebenräume.»
Die Erfüllung dieser höheren Anforderungen würde laut Medienmitteilung gegenüber den bisherigen Kostenschätzungen voraussichtliche Mehrkosten von 1,85 Millionen Franken verursachen: «Somit wird das Stadion 19,8 Millionen Franken kosten; bei einem vollständigen Ausbau auf den Standard A plus müssten weitere 3,25 Millionen Franken investiert werden.»
Der Terminplan sieht laut Medienmitteilung vor, dass die Projekte bis 26. August abgeliefert werden müssten. Die Jurierung, also die Auswahl des Sieger-Projektes, soll am 20. September abgeschlossen sein. Alle eingereichten Projekte würden anschliessend öffentlich ausgestellt.
| Berner Oberland News |
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