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Internationales
Dampfschiff-Register |
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Verfasser/Editor: Max Kuhn,
Interlaken, Schweiz/Switzerland |
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Verzeichnis der in Europa, Afrika,
Australien/Neuseeland und Nordamerika |
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Russland / Russia – Archangelsk (nördlich Dwina) – Jakutsk (Lena) E beider Dampfer: Upper Lena Shipping Comp., Jakutsk. – Bem: Hier sind offenbar die beiden letzten Dampfer des Typs 737 noch in Betrieb. Sie verbinden des Sommers verschiedene Ortschaften am Ufer der Lena zwischen Ust-Kut und Jakutsk, welche nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind; im Winter ist die Lena hier zugefroren und kann alsdann als Strasse benützt werden. Blagoveshchensk. 1959, Obuda-Werft,
Budapest/Ungarn, RD, Pass (mit Kabinen für 160 Pass), jedoch
aD, 72, 8 m, 360 Pass, 2ZV, OeF. Krasin (ex Svygatogor). 1917, W.G. Armstrong, Whitworth & Co Ltd, Newcastle upon Tyne/GB (Ersatzmaschine von 1957 von Ottenser Eisenwerke AG, Hamburg), 3SD, a Eisbrecher, nun MusS, jedoch aD, 98,5 m, 3 x 3ZV, OeF, E: State Enterprise «Icebreaker Krasin», St. Petersburg. – Bem: Das Einsatzgebiet des mächtigen russischen beziehungsweise sowjetischen Eisbrechers «Krasin» lag von 1917 bis zu seiner Ausmusterung im Jahre 1972 in arktischen Gewässern, so im Nordmeer, in der Barentsee und im Weissen Meer, zumeist stationiert in Murmansk oder Archangelsk. Das Schiff diente hier zur Freilegung von Wasserstrassen, als «Leitschiff» von Expeditionsschiffen und zu Rettungsaktionen für in Eisnot geratene Schiffe. Spektakulär waren vorab Rettungseinsätze des Jahres 1928, als der Eisbrecher sowohl Ueberlebende der gescheiterten «Nobile»-Nordpol-Expedition als auch das in Seenot geratene deutsche Passagierschiff «Monte Cervantes» mit 1500 Passagieren an Bord bergen konnte. Von 1953 bis 1960 erfolgte in Wismar/DDR eine vollständige Erneuerung und Modernisierung des Dampfers, wobei unter anderem für die drei Antriebsschrauben im Heck eine neue Maschinenanlage eingebaut wurde. Als das Schiff 1972 aus dem Eisbrecherdienst zurückgezogen wurde, fand es vorerst in Barentsburg/Spitzbergen bis 1989 Verwendung als schwimmende Energiestation und Arbeiterwohnheim. Hierauf ist der Eisbrecher noch mit eigener Kraft in seinen neuen Heimathafen Leningrad/St. Petersburg gefahren, wo er den Status eines Museumsschiffes erhielt. Es folgten später noch einige Passagierfahrten, dem Vernehmen nach letztmals im Jahre 1993. Der Dampfer soll allerdings auch heute noch betriebsfähig sein, könnte bei entsprechender Finanzierung immer noch für touristische Fahrten und bei Bedarf als Eisbrecher eingesetzt werden.
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