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Freitag, 23. Februar 2001

Helikopterpilot für Rettungsaktion in der Eigernordwand ausgezeichnet

pd/S. Für eine erfolgreiche Rettungsaktion mit der Longline-Technik in der Eigernordwand ist dem Helikopterpiloten Toni Lötscher, Leiter der Rettungsflugwacht-Basis in Gsteigwiler, im Rahmen der diesjährigen Helikopterausstellung in Anaheim (Kalifornien) am 13. Februar 2001 der «Robert E. Trimble Memorial Award» verliehen worden.

Der in Kalifornien mit dem «Robert E. Trimble Memorial Award» ausgezeichnete Toni Lötscher. (Foto: zvg)

Der 51jährige Toni Lötscher, Chef der Einsatzbasis Berner Oberland in Gsteigwiler besitzt nach Angaben der Rettungsflugwacht (Rega) seit dem Jahr 1972 die Helikopter-Berufspilotenlizenz. Von 1972 bis 1974 sei er bei der Heliswiss in verschiedenen Ländern, unter anderen in Grönland und Surinam geflogen Von 1974 bis 1991 sei Lötscher bei der Air Zermatt tätig gewesen, zuletzt als Chefpilot. Seit dem Jahr 1992 fliege er als stellvertretender Chefpilot sowie als Instruktor bei der Rettungsflugwacht. Das Logbuch von Toni Lötscher weise 14'000 Flugstunden aus. Die Zahl seiner Rettungseinsätze – darunter Einsätze am Matterhorn und am Eiger – erreiche annähernd 3500: «Zahlreiche Einsätze erfolgten mit der 50-Meter-Rettungswinde oder mit der Longline-Technik mit bis zu 230 Meter langem Seil am Lastenhaken.»

Mit der zum Andenken an Robert E. Trimble geschaffenen Auszeichnung, die seit 1961 jährlich vergeben werde, zeichnet nach Angaben der Rettungsflugwacht die «Helicopter Association International» (HAI) Piloten aus, «die mit aussergewöhnlicher Begabung und mit sehr gutem Urteilsvermögen in der Hochgebirgsfliegerei hervorragende Dienste für andere geleistet, zu hohen Sicherheitsstandards beigetragen und der Helikopter-Industrie Ehre und Anerkennung gebracht haben».

Mehr Rega-Einsätze im vergangenen Jahr

Die Zahl ihrer Einsätze ist nach Angaben der Rettungsflugwacht im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent angestiegen: Insgesamt 11'895 Mal habe die Rega-Einsatzzentrale Hilfeleistungen für Menschen in Not organisiert: «9530 mal sind Rega-Crews in der Schweiz sowie in aller Welt bei Unfällen und Krankheiten zum Einsatz gekommen.»

Die Einsatzzahlen der Rega steigen laut einer Medienmitteilung seit Jahren kontinuierlich an: 11'895 mal habe die Einsatzzentrale auf dem Flughafen Zürich-Kloten im vergangenen Jahr Rega-Teams eingesetzt. Dies entspreche einer Zunahme von 3,5 Prozent gegenüber 11'494 Einsätzen im Jahr 1999. Auch die Helikopterbesatzungen – an Bord befänden sich je ein Pilot, Arzt und Rettungssanitäter – hätten im vergangenen Jahr häufiger ausrücken müssen. Die Helikoptereinsätze seien auf insgesamt 8194  angestiegen (Vorjahr 7965): «Die Einsätze im Bereich Wintersport nahmen um 11,5 Prozent auf 1226 (1100) und diejenigen bei Bergunfällen um 7,3 Prozent auf 526 (490) zu.» Die Rettungsflugwacht wurde laut Medienmitteioung im Jahr 2000 bei 1174 Verkehrsunfällen eingesetzt (1083/+8,5 Prozent). Die Zahl der Sekundäreinsätze (Verlegungsflüge von Spital zu Spital) sei ebenfalls gestiegen, und zwar um 8,3 Prozent auf 2712 (2505). Weniger oft (–16 Prozent) habe die Rega zu Lawinenunfällen ausrücken müssen (31/Vorjahr 36). Im Zusammenhang mit Flugunfällen sei die Rega 102 Mal aufgeboten worden (140/–37,3 Prozent).

Auch mehr Repatriierungseinsätze

Weiterhin zugenommen haben laut Medienmitteilung die Repatriierungseinsätze. Die Rettungsflugwacht sei im vergangenen Jahr gut sieben Prozent häufiger als 1999 im Ausland im Einsatz gestanden. In 1336 (1999: 1246) Einsätzen seien im vergangenen Jahr Patienten medizinisch betreut geflogen worden. Ihre drei Ambulanzflugzeuge waren nach Rega-Angaben im Jahr 2000 beinahe gleich oft unterwegs wie im Vorjahr. Sie hätten insgesamt 809 (804) Einsätze in 113 Ländern geflogen: «Repatriierungen werden – wenn es der Gesundheitszustand der Patienten erlaubt – auch kostenbewusst an Bord von Linienflugzeugen durchgeführt.» Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Linieneinsätze von 442 im Jahr 1999 um 19,2 Prozent auf 527 gestiegen.

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