Berner Oberland News
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Donnerstag, 19. Juli 2001

Kleinere Modelle auf dem Planetenweg erneuert

S. Neue Modelle auf dem Planetenweg Ringgenberg-Goldswil zwischen Oberried und der Weissenau am Thunersee: Bislang in Plexiglas eingegossene Darstellungen von kleineren Planeten in Form von Kügelchen – zum Beispiel der Mars an der Brandstrasse in Ringgenberg mit einem Durchmesser von gerade einmal sieben Millimeter – sind durch in Plättchen eingelassene Modelle ersetzt worden. Das Plexiglas war mit der Zeit trübe und unansehnlich geworden und wiederholt wurde in der Vergangenheit auch das eine oder andere Planetenmodell gestohlen oder mutwillig beschädigt.

Der im Modell gerade einmal sieben Millimeter grosse Mars an der Brandstrasse. (Foto: Peter Schmid)

Der Planetenweg Ringgenberg-Goldswil – mit einer Betonkugel als Modell der Sonne im Zentrum beim Parkplatz unterhalb der Burgkirche – ist in seiner Art wohl einzigartig und ausserdem wohl das in die schönste Landschaft eingebettete Freilichtmodell im Massstab von eins zu einer Milliarde. Die massstabgetreuen Modelle entlang des Planetenweges stehen in östlicher und westlicher Richtung in ebenfalls massstabgetreuer durchschnittlicher Entfernung ihrer Bahn um die Sonne. Vom Betonmodell der Sonne in Ringgenberg mit einem Durchmesser von rund 1,4 Meter – in Wirklichkeit 1,4 Millionen Kilometer – bis zu den massstabgetreuen Modellen von Pluto und seinem Mond Charon in Oberried und in der Weissenau am Thunersee – Distanz zur Sonne 4425 bis 7375 Millionen Kilometer – legt der Wanderer auf dem Planetenweg Ringgenberg-Goldswil in beiden Richtungen je rund sechs Kilometer zurück. Um diesen ebenfalls massstabgetreuen Durchmesser der durchschnittlichen Umlaufbahn von Pluto, dem äussersten Planeten unseres Sonnensystems, in Wirklichkeit abzuschreiten, müsste ein normales Marschtempo ungefähr die fünffache Lichtgeschwindigkeit – etwa 1,5 Millionen Kilometer pro Sekunde – erreichen. Dabei wären nicht nur zwölf Kilometer, sondern zwölf Milliarden Kilometer zurückzulegen.

Die Betonsonne unterhalb der Burgkirche in Ringgenberg hat – ebenfalls im Massstab von eins zu einer Milliarde – einen Modelldurchmesser von 1,4 Meter, was in Wirklichkeit 1,4 Milliarden Meter oder 1,4 Millionen Kilometer entspricht.



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