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Mittwoch, 22. Mai/Dienstag, 7. Mai 2002

Schadaupark: Neuer Standort für die «Kretz-Säulen»

sth/S. Das aus sieben Beton-Säulen bestehende Werk des Künstlers Walter Kretz im Thuner Schadaupark soll nicht mehr für jede grössere Veranstaltung versetzt werden müssen: In Absprache mit dem Künstler sind laut einer Medienmitteilung die «Kretz-Säulen» deshalb umplatziert worden: «Sie stehen nun auf der Ostseite des Schlosses Schadau.»

Die «Kretz-Säulen» am neuen Standort auf der Ostseite des Schlosses Schadau. (Foto: Peter Schmid)

Höchstens zwei Mal pro Jahr möchte laut Medienmitteilung der Thuner Gemeinderat eine Wiese im Schadaupark für grössere Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Auf derselben Fläche zwischen Seestrasse und Schloss Schadau seien jedoch bisher auch die sieben sogenannten «Kretz-Säulen» gestanden: «Sie mussten bei jedem Anlass vorübergehend entfernt werden.» Obwohl es sich nur um vereinzelte Anlässe gehandelt habe, könnte das Werk des Berner Künstlers Walter Kretz allmählich Schaden nehmen, verlautet dazu: «Zudem wäre durch eine wiederholte Züglerei die künstlerische Wirkung der Säulen als fest verankerte, baumähnliche Objekte in Frage gestellt.» Zusammen mit Walter Kretz habe nun das Amt für Kultur einen neuen Standort für die siebenteilige Gruppe östlich vom Schloss Schadau gewählt. Vom Schloss, vom Park und neu auch vom Wasser aus könne die Werkgruppe aus unterschiedlichen Blickwinkeln jeweils neu wahrgenommen werden.

Die Säulen von Walter Kretz im Schadaupark Thun haben laut Medienmitteilung eine mehr als 25jährige Geschichte. Im Jahr 1975 habe Walter Kretz als Beitrag zu einer Ausstellung des Berufsverbandes visuelle Kunst (heute kurz «visarte», damals noch GSMBA) vier Betonsäulen aus einer Werkgruppe auf die grosse Wiese vor dem Schloss Schadau gestellt. Im Jahr 1985 sei die Gruppe mit den restlichen drei Objekten ergänzt worden: «Umgestellt und in den Raum hineinkomponiert, ist seither das vollständige siebenteilige Werk in Thun ausgestellt; drei Säulen als Leihgabe des Künstlers, vier Säulen im Eigentum der Stadt Thun.»

Der heute 60jährige Walter Kretz begann laut Medienmitteilung nach seiner Ausbildung zum Steinbildhauer in den 1960er Jahren als freischaffender Künstler zu arbeiten. Die Arbeiten des Berners seien mehrmals mit eidgenössischen und kantonalen Stipendien ausgezeichnet worden. Seither habe er aufgrund von Wettbewerben zahlreiche Werke im öffentlichen Raum realisiert. «Walter Kretz – Skulpturen im Freien» habe der Titel der Einzelausstellung von 1996 im Kunstmuseum Thun und im Schadaupark gelautet. Seit dem Jahr 1999 sei Walter Kretz Dozent für dreidimensionales Gestalten an der Hochschule für Gestaltung, Kunst und Konservierung in Bern.



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