Noch
hat in den letzten Septembertagen eine milde Herbstsonne über Lütschental
geleuchtet – doch die Schatten wurden immer länger und bereits ab
6./7. Oktober gibt es für einige Häuser an den Hängen auf
der Schattenseite für rund fünf Monate keine Sonne mehr. (Foto:
Peter Schmid)
Donnerstag, 28. September 2000
Für Lütschental naht wieder der Abschied von der Sonne
S. Im Tal der Schwarzen Lütschine naht je nach Lage für dreieinhalb bis fünf Monate der Abschied von der Sonne: Bereits ab 6./7. Oktober gibt es in Lütschental auf der Schattenseite bis anfangs März für einige Häuser keinen Sonnenschein mehr. Im Dorfkern von Lütschental beziehungsweise im Talgrund bei der BOB-Station und teilweise auch in Burglauenen verschwindet die Sonne jeweils um den 20. Oktober für vier Monate, um dann am 20. Februar wieder über dem Berggrat auf der linken Talseite aufzutauchen.
Ab
20. Oktober liegt auch der Talgrund in der Nähe der BOB-Station Lütschental
während vier Monaten im Schatten. (Archivbild: Peter Schmid)
Demgegenüber verschwindet die Sonne im Gebiet «Baumgarten» in Lütschental erst am 5. November, und bereits am 5. Februar erscheint sie wieder. Beim Hotel-Restaurant Stalden etwas unterhalb von Burglauenen verabschiedet sich die Sonne vom 28. Oktober bis 12. Februar.
Seit sieben Jahren wird in Lütschental nach Angaben von Madeleine Häsler das Ende der sonnenlosen Zeit jeweils mit einem «Sunnezmorge» der Sonntagsschule – siehe unter anderem Bericht «Nur die Sonne fehlte am Lütschentaler Sunnezmorge» vom Dienstag, 24. Februar 1998 – gefeiert. Für die Lütschentaler gibt es aber doch einen kleinen Trost: Über das ganze Jahr hinweg lacht ihnen laut Madeleine Häsler trotzdem insgesamt mehr Sonne als den Bewohnern etwa von Lauterbrunnen. Ohne Sonne ist eine zeitlang auch Gündlischwand ab altem Schulhaus talaufwärts: Nach Angaben von Gemeindeschreiber Erwin Kolb verschwindet hier die Sonne aber erst am 20. November, und bereits am 20. Januar tauche sie wieder auf.
Auch
beim Hotel-Restaurant Stalden in Lütschental etwas unterhalb von Burglauenen
gelegen, macht die Sonne für dreieinhalb Monate Pause – einiges wird
aber dadurch etwas wettgemacht, dass eher selten Nebel liegt. (Archivbild/zvg)
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