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Freitag, 1. September 2000

Orkan «Lothar» hat 12,5 Millionen Kubikmeter Holz geworfen

Zwischenbilanz des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

pd/S. Insgesamt hat der Orkan «Lothar» eine Holzmenge von 12,5 Millionen Kubikmeter geworfen: 20 Prozent davon sind laut einer Zwischenbilanz des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Laubholz, 80 Prozent Nadelholz. 60 Prozent der Schäden entfielen auf öffentliche Wälder und 40 Prozent auf Privatwälder. Acht Monate nach dem Orkan seien vom Bund Subventionen in Höhe von 184,5 Millionen Franken gesprochen worden. Die Entscheidung des Parlaments über die für die Jahre 2001 bis 2003 zu entrichtenden Beiträge steht laut einer Medienmitteilung noch aus.

Von «Lothar» wie Streichhölzer genickte und entwurzelte Bäume in Achseten. Fotos: Peter Schmid)

Die Zwischenbilanz des UVEK gibt laut Medienmitteilung Auskunft über den Stand der Vorlage im Parlament und liefere die neuesten Erkenntnisse aus einer Ende Juli bei den Kantonen durchgeführten Umfrage: «Acht Monate nach dem Orkan «Lothar» sind bereits rund 50 Prozent der angefallenen Holzmengen aufgerüstet und grösstenteils vermarktet.» Ein noch deutlicherer Einbruch der Preise wurde wegen der hohen Nachfrage nach Holz und infolge der Steigerung der Holzexporte vermieden. Die Preise für Säge-Rundholz seien um etwa 27 Prozent gefallen. Von den Exporten gingen laut Medienmitteilung über 99 Prozent in den EU-Raum, vor allem nach Österreich. Die Rundholzexporte nach Österreich hätten um das 40fache zugenommen: «Der Befall durch holzfressende Insekten – siehe auch Bericht «Befallsdruck durch Borkenkäfer regional sehr unterschiedlich» / Erster Zwischenbericht zum Sturm Lothar erschienen» vom Freitag, 25. August 2000 – beschränkt sich im übrigen derzeit auf das Sturmholz.»

Auch in der Gegend von Oberlangenegg sind die Spuren des Sturms «Lothar» noch deutlich sichtbar.

Gegenstand der Zwischenbilanz seien auch die Umsetzung der Sofortmassnahmen und die für die Jahre 2001 bis 2003 erforderlichen Massnahmen und finanziellen Mittel, heisst es im weiteren: «Aufgrund der Beurteilung der Schadensituation können die vom Ständerat für die nächsten drei Jahre vorgeschlagenen Kredite leicht nach unten korrigiert werden.» Da die Subventionsbeschlüsse für das Jahr 2000 bald ausliefen, sei es wichtig, dass die Entscheide über die Subventionen für die Jahre 2001 bis 2003 nun im Parlament gefällt würden, um die Fortsetzung der bestehenden Massnahmen sicherzustellen.

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