Mittwoch, 20. September 2000
Abgeschnittenes Luchs-Senderhalsband in der Aare gefunden
aid/S. Das abgeschnittene Senderhalsband des Luchsmänchens «Tell» ist am Dienstag, 19. September 2000 in der Aare unterhalb der Hunzigenbrücke bei Rubigen gefunden worden. Es war laut einer Medienmitteilung in einem mit Steinen beschwerten Plastiksack eingepackt: «Da die Begleitumstände auf einen Fall von Wilderei hindeuten, wurde umgehend eine Strafuntersuchung gegen unbekannte Täterschaft eingeleitet.»
Seit dem Winter 1998/1999 hat laut Medienmitteilung das am 16. März 1998 im Meielsgrund bei Gstaad gefangene und sendermarkierte Luchsmännchen «Tell» das Gebiet der Niesenkette, das Diemtigtal und sporadisch das Gebiet Adelboden sowie das Färmeltal bestrichen. Letztmals sei «Tell» am Donnerstag, 14. September 2000 oberhalb von Wimmis angepeilt worden: «An den folgenden Tagen blieben jedoch auch weiträumige Peilversuche im Kander-, Diemtig- und Simmental erfolglos.» Am Montag, 18. September 2000 sei auf der Autobahn A 6 auf Höhe der Ausfahrt Rubigen das Signal eines Senders eingefangen worden. Gefunden worden sei der Sender schliesslich in der Aare rund 650 Meter unterhalb der Hunzigenbrücke. Eine Tauchaktion einiger Mitarbeiter des Luchsprojektes am gleichen Abend sei zuerst ergebnislos geblieben. Bei einem erneuten Versuch am Dienstag Morgen habe das Senderhalsband aus anderthalb Meter Tiefe geborgen werden können: «Das an einer Stelle durchgeschnittene Senderhalsband befand sich zusammen mit drei faustgrossen Steinen in einem durchsichtigen Plastiksack, der oben zugeschnürt war.»
Bereits am 23. Juni 2000 sei oberhalb von Wimmis im Gebiet «Ahorni» das durchgeschnittene Senderhalsband der Luchsin «Jule» gefunden worden. Eine Untersuchung sei damals eingeleitet worden: «Ob es zwischen diesen zwei Fällen einen Zusammenhang gibt, kann im jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit bestätigt werden.»
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