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Mittwoch, 13. September 2000

Doch eine Brunnenanlage für den Interlakner Marktplatz gewünscht

GGR erhöht Kredit auf 1,025 Millionen Franken: Fakultatives Referendum möglich

S. Über ein Kreditbegehren von 875'000 Franken für ein reduziertes Marktplatzgestaltungsprojekt hinaus hat der Grosse Gemeinderat Interlaken (GGR) am Dienstag Abend 150'000 Franken bewilligt: Damit soll nun doch – wie ursprünglich vorgesehen – eine Brunnenanlage gebaut werden. Weil sich dadurch der vom GGR mit 22 gegen eine Stimme bewilligte Kredit für das reduzierte Projekt auf insgesamt 1,025 Millionen Franken erhöht, untersteht der Beschluss dem fakultativen Referendum.

Statt der im ursprünglichen Konzept vorgesehenen Platten aus Maggiagranit soll der Marktplatz einen Schwarzbelag mit Natursteinstreifen erhalten – auf eine Brunnenanlage soll demgegenüber nicht verzichtet werden. (Foto: Peter Schmid)

Die Referendumsfrist läuft nach Angaben des Interlakner Gemeindeschreibers Philipp Goetschi bis 21. Oktober 2000: Damit ein Referendum zustandekommt, müssten bis zu diesem Zeitpunkt die Unterschriften von fünf Prozent der stimmberechtigten Interlakner Einwohner beigebracht werden, das heisst etwa 160 bis 170 gültige Unterschriften. Über den Kredit von 850'000 Franken hätte das Gemeindeparlament – im Rahmen von Ausgaben zwischen 150'000 Franken und einer Million Franken – abschliessend entscheiden können. Mit dem Kredit von 850'000 Franken hätte der Interlakner Marktplatz nach einem überarbeiteten Projekt – unter anderem ohne Brunnenanlage – gegenüber einem ursprünglichen Konzept Einsparungen von etwa 35 Prozent bringen sollen. Ein erster Kredit von 1,425 Millionen Franken war vom GGR am 23. Juni 1998 einstimmig genehmigt,  von den Stimmberechtigten jedoch am Sonntag, 29. November 1998 mit 945 Nein gegen 694 Ja-Stimmen abgelehnt worden. Gegen den GGR-Beschluss war das Finanzreferendum ergriffen worden, weshalb die Stimmberechtigten an der Urne über den Kredit zu befinden hatten.

Der verkehrsfreie Marktplatz habe sich im ersten verkehrsfreien Jahr bewährt, auch wenn sich noch zu viele Verkehrsteilnehmer zu oft nicht an die Verkehrssignalisationen gehalten hätten, hatte der Gemeinderat zu seinem Antrag ausgeführt: «Das neue Konzept trägt dem mit einfachen Mitteln Rechnung, ergänzt durch einen versenkbaren Poller beim Durchgang zum Hotel City, der vom Hotel City und vom Hotel Chalet-Oberland aus bedient werden kann.» Das geänderte Konzept umfasste neben dem vorläufigen Verzicht auf eine Brunnenanlage im wesentlichen eine Reduktion der behandelten/umzugestaltenden Fläche insbesondere im Bereich der zum Platz führenden Gassen (Ausnahme: Marktgasse) sowie die Änderung des Belagsmaterials von Naturstein – ursprünglich waren Platten aus Maggiagranit vorgesehen gewesen – zu Schwarzbelag mit Natursteinstreifen. Im Rahmen der gemeindeinternen Vernehmlassung im Mai/Juli 2000 – siehe auch Bericht «Schwarzbelag mit Natursteinstreifen statt Naturstein» vom Montag, 21. August 2000 – soll sich laut Projektbeschrieb gezeigt haben, dass eine ursprünglich vorgesehene Brunnenanlage zurzeit keine Akzeptanz finde und dass ein gewisser Bereich des östlichen Teils des Marktplatzes für den Warenumschlag offen bleiben müsse, also nicht abgeschrankt werden dürfe.

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