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Montag, 4. September 2000

Auch künftig zivile Aktivitäten auf dem Militärflugplatz Interlaken

rst/S. Zivile Aktivitäten auf dem Militärflugplatz Interlaken sollen auch nach dem Bau des Mystery-Erlebnisparks noch möglich sein: Dank des Entgegenkommens des Bundesamtes für Betriebe und der Burgergemeinde Matten sollte es laut einer Medienmitteilung von Regierungsstatthalter Walter Dietrich auch in Zukunft möglich sein, «Grossanlässe, die zweifellos einem Bedürfnis entsprechen und volkswirtschaftlich für die Region von grosser Bedeutung sind, auf dem Militärflugplatz Interlaken durchzuführen».

Die Profile für die geplanten Gebäude und Anlagen des geplanten Bildungs- und Erlebnisparks auf dem Areal des Flugplatzes Interlaken. (Foto: Peter Schmid)

Seit der Einstellung der Militärjetfliegerei werde der Flugplatz Interlaken für viele zivile Aktivitäten genutzt, heisst es in der Medienmitteilung: «Nachdem nun die Profile für den Mystery-Park aufgestellt sind – siehe auch Bericht «Bauprofile für den geplanten Mystery-Park Interlaken aufgestellt» vom Samstag, 19. August 2000 – und dessen Bau Anfang des nächsten Jahres in Angriff genommen werden soll, stellt sich die Frage, welche Aktivitäten wegen des eingeschränkten Platzes auf dem Flugplatz überhaupt noch möglich sind.» Die Querpiste werde nur noch beschränkt im östlichen Teil zur Verfügung stehen. Vor allem seien für Zirkuszelte und Ähnliches in Zukunft zu wenig Hartbelagsflächen vorhanden.

Im Rahmen von zwei Besprechungen habe der Regierungsstatthalter von Interlaken mit Vertretern der Luftwaffe des Bundesamtes für Betriebe, der anliegenden Gemeinden und Burgergemeinden sowie der Tourismusorganisation Interlaken nach Möglichkeiten gesucht, damit Grossanlässe trotzdem weiterhin durchgeführt werden könnten, verlautet im weiteren. Die Luftwaffe habe sich bereit erklärt, im Bereich des Unterstandes 30 (U-30) Terrain für Anlässe zur Verfügung zu stellen. Die Lage des U-30 in der Nähe der Änderbergbrücke sei optimal, weil einerseits die Infrastruktur vorhanden sei und andererseits genügend Abstand zu den bewohnten Gebieten bestehe. Festzelte könnten allerdings nicht direkt vor dem U-30, sondern nur auf dem Richtung Bönigen gelegenen Hartplatz aufgestellt werden, weil die Bodenplatte vor dem U-30 nicht beschädigt werden dürfe. Der Platz reiche aber zum Beispiel für das Zelt des Zirkus Knie und das Country- und Truckerfestival nicht aus. Um der Region entgegen zu kommen werde die Burgergemeinde Matten deshalb Veranstaltern solcher Grossanlässe Kulturland überlassen, wenn sie rechtzeitig darum nachgesucht werde: «Die Burgergemeinde knüpft allerdings die Hoffnung daran, dass in Zukunft nicht mehr so viel Unrat liegen gelassen wird, weil das Vieh der Bewirtschafter des Kulturlandes dadurch Schaden nehmen könnte.» In Zukunft müssten auch die Absperrungen besser beachtet werden: «Diesen Anregungen wird bei der Erteilung der Bewilligungen in Zukunft Beachtung geschenkt.»

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