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Das Hotel Savoy in Interlaken. (Fotos: Peter Schmid)

Dienstag, 19. September 2000

Hotel «Savoy» und Bödelibad neu unter Denkmalschutz

aid/S. Das Hotel «Savoy» in Interlaken und das Bödelibad in Unterseen sind vom Regierungsrat des Kantons Bern unter Denkmalschutz gestellt worden. In beiden Fällen wurden die Sanierungsarbeiten mit je einem Beitrag  in nicht genannter Höhe aus dem Lotteriefonds unterstützt.

Anlass zur Unterschutzstellung des Hotels «Savoy» in Interlaken gab laut Medienmitteilung die mit plastischem Rollenwerk, Draperie und einer schnauzbärtigen Fratze aus Zementmörtel geschmückte Giebelfassade auf der Nordseite: Sie habe in den vergangenen Monaten einer aufwendigen Sanierung und Restaurierung unterzogen werden müssen: «Eindringendes und im Winter gefrierendes Regenwasser hat sowohl die über 90 Jahre alten Zementstuckarbeiten abplatzen lassen als auch das Mauerwerk derart beschädigt, dass ein Absturz des freistehenden Giebels befürchtet werden musste.»

Giebelfassade auf der Nordseite: «Schnauzbärtige Fratze aus Zementmörtel.»

Bauherrschaft, Architekt, Handwerksfirmen und die Denkmalpflege hätten an diesem technisch schwierigen Fall optimal zusammengearbeitet, so dass das originale Schmuckwerk habe erhalten und einwandfrei wiederhergestellt werden können.

Bödelibad

Nach Abschluss der Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten, die laut Medienmitteilung von der kantonalen Denkmalpflege begleitet wurden, hat die bernische Kantonsregierung das Bödelibad in Unterseen unter Denkmalschutz gestellt. Das in den Jahren 1930/31 nach Plänen der Interlakner Architekten Urfer, Stähli und Mühlemann sowie des Freiburger Ingenieurs Beda Hefti erbaute Bödelibad sei das älteste, grösste und besterhaltene der zahlreichen Freibäder im Berner Oberland, die während der dreissiger Jahre im Stile der Moderne entstanden seien: «Die klare, symmetrische Anlage erinnert in ihrer Disposition an eine Schlossanlage: An das zentrale, bogenförmig vorspringende Restaurant mit Uhrturm schliessen beidseitig schlanke zweigeschossige Garderobetrakte an, die durch eine regelmässige Stützenstellung geprägt sind. Den seitlichen Abschluss bilden rechtwinklig dazu stehende eingeschossige Flügelbauten mit Sonnenterrasse. Die Anlage zeichnet sich aus durch ihre klare, Form und Funktion in sich vereinigende Konstruktionsweise aus Sichtbeton.»

Das inzwischen bald 70 Jahre alte Bödelibad: «Klare, symmetrische Anlage.»

Im Winter 1998/99 seien in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege die beiden seitlichen Flügelbauten, deren Beton sich unrettbar zersetzt habe, in originaler Form und Konstruktionsweise ersetzt worden. Im Frühjahr dieses Jahres hätten schliesslich die Garderobetrakte und der Zentralbau mit passenden Traversengeländern ausgerüstet werden können.

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