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Freitag, 15. September 2000

Kernfahrbahnen: «Sicher und attraktiv für Velos»

aid/S. Durch das Markieren von Kernfahrbahnen auf verschiedenen Strecken des Kantonsstrassennetzes wollen das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt und das Tiefbauamt die Sicherheit und Attraktivität dieser Strassen für den Veloverkehr steigern. Die Erfahrungen auf den festgelegten Strecken sollen laut einer Medienmitteilung die positiven Ergebnisse eines Forschungsberichtes zu diesem Thema für den Kanton Bern untermauern: «Die Ummarkierungen erfolgen in den nächsten Wochen.»

«Strassenbreite für den motorisierten Verkehr optisch verengt»: Kernfahrbahn mit Velostreifen auf der Dorfdurchfahrt von Leissigen. (Foto: Peter Schmid)

«Bei Strassenbreiten zwischen 7 und 8,5 Metern und namentlich auf stark befahrenen Strassen kann dem Flächenanspruch des Fahrradverkehrs, zum Beispiel in Form von Radstreifen, nicht immer ausreichend Rechnung getragen werden», wird in der Medienmitteilung ausgeführt. Wie ein Forschungsbericht zeige, stehe mit dem Markieren von Kernfahrbahnen ein erfolgversprechendes Instrument zur Verfügung, um die Attraktivität und Sicherheit derartiger Strassen für den Veloverkehr zu steigern. Beim Markieren von Kernfahrbahnen würden dem Langsamverkehr beidseitig Radstreifen zur Verfügung gestellt: «Auf der für den motorisierten Verkehr bestimmten Fläche wird auf die Mittelmarkierung verzichtet.» Der Forschungsbericht komme zum Schluss, dass auf den untersuchten Strecken unter den Verkehrsteilnehmenden erhöhte Rücksichtnahme herrsche: «Sowohl beim motorisierten Verkehr als auch beim Veloverkehr besteht eine grosse Akzeptanz der Massnahme.» Die Leistungsfähigkeit der Strassen werde nicht beeinträchtigt. Die gefahrenen Geschwindigkeiten würden den Verhältnissen angepasst und reduzierten sich ohne Beschränkungen von selbst.

In zahlreichen Städten und Gemeinden seien bereits Kernfahrbahnen realisiert worden. Das Strassennetz, welches im Kanton Bern in die Untersuchung einbezogen wurde, umfasse die Belpbergstrasse in Münsingen. Weitere Strecken bestünden zum Beispiel bereits bei der Allmendquerung nach Thierachern in Thun, der Ortsdurchfahrt in Leissigen – siehe auch Bericht «Versuchsweise Velostreifen in Leissigen» vom Freitag, 28. Juli 2000 – sowie der Zulgstrasse in Steffisburg. In den nächsten Wochen sollen auf der Thunstrasse in Muri, Kräyigenweg bis Autobahnanschluss, auf der Bernstrasse in Konolfingen, Haldenweg bis Kreuzplatz, und auf der Bahnhofstrasse in Oberwichtrach, Schürlimattweg bis Einmündung Bern-/Thunstrasse, Kernfahrbahnen realisiert werden. Im Jahr 2001 werde ein Teilstück der Kantonsstrasse in Courtelary ummarkiert: «Die Erfahrungen sollen zeigen, dass das attraktive und ausgebaute Kantonsstrassennetz vor allem auch für den Zweiradverkehr noch sicherer gestaltet werden kann.»

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