| Fussball: Lizenzen für den FC Thun erteilt
Der Absteiger FC Thun kann nächste Saison in der Fussball-Challenge-League spielen: Die Rekursinstanz für Lizenzen der «Swiss Football League» hat dem FC Thun aufgrund erheblicher finanzieller Nachbesserungen die Lizenz für die Super-League und die Challenge-League erteilt.
pd/bns. Am Dienstag 13. Mai 2008 tagte laut einer Medienmitteilung der Verwaltungsrat der FC Thun AG erstmals in neuer Besetzung. Die neue Klubleitung, ein Vierergremium – siehe auch
FC Thun AG mit komplett neuem Verwaltungsrat vom Feitag 9. Mai 2008 – war von der Generalversammlung der FC Thun AG am 8. Mai 2008 gewählt worden. Neben Markus Stähli, dem Nachfolger von Kurt Weder, nehmen neu Markus Walther, Markus Lüthi und Rolf Glauser im Verwaltungsrat Einsitz. Alle Gewählten hätten jedoch zur Bedingung gemacht, die Wahl nur unter dem Vorbehalt anzunehmen, dass der FC Thun zweitinstanzlich die nötige Lizenz für die Saison 2008/09 erhalte: «Nachdem der FC Thun sportlich abgestiegen ist, spielen die Berner Oberländer demnach 2008/09 in der Challenge-League.»
Noch personelle Unklarheiten
Weiter hat die neue Führungscrew entschieden, sich von FC Thun-Sportchef Reto Gertschen zu trennen. Der Zeitpunkt, wann die Trennung erfolgen wird, ist nach einem Gespräch mit dem Sportchef vom Dienstag mittag noch nicht geregelt – die offenen Punkte dürften jedoch in den nächsten Tagen geklärt sein. Reto Gertschen hätte noch einen Vertrag bis 31. Dezember.2009 gehabt – jedoch nur unter der Voraussetzung der A-Klassigkeit (Super-League). Mit FC-Thun-Trainer René van Eck habe der neue FC-Thun-Präsident ein erstes Gespräch durchgeführt. Ein Entscheid, ob der Niederländer auch in der Challenge-League-Saison 2008/09 Trainer des FC Thun bleibe, sei jedoch noch nicht gefällt worden. Ebenfalls noch offen sei, wer neu die Geschäftsführung der FC Thun AG übernehme: «Definitiv ist, dass der Ex-Fussball-Internationale Andy Egli beim FC Thun keine solche oder ähnliche Funktion/Aufgabe übernehmen wird.»
Weitere Urteile in der Sexaffäre
Das vom Thuner Einzelgericht hat am Dienstag vier weitere in die Sexaffäre verwickelte Spieler des FC Thun – zwei Spieler der 1. Mannschaft und zwei Nachwuchsfussballer – zu bedingten Strafen verurteilt. Die Spieler der ersten Mannschaft und die Nachwuchsspieler erhielten laut Medienberichten Geldstrafen zwischen 2700 und 4950 Franken sowie Bussen und müssten ihrem Opfer einem zur Tatzeit 15jährigen Mädchen je 1000 Franken Genugtuung bezahlen.
«Die neue Klubleitung des FC Thun hat die Urteile gegen Spieler aus der 1. Mannschaft sowie gegen Nachwuchsspieler aus der U21-Mannschaft zur Kenntnis genommen», heisst es in einer zusätzlichen Stellungnahme zu der Sexaffäre (siehe auch
Bedingte Geldstrafe und Busse für ehemaligen Spieler des FC Thun vom Freitag 2. Mai 2008):«Der FC Thun, nicht Prozesspartei und auch nicht ins Verfahren involviert, wird als Arbeitgeber erwähnter Spieler die Urteile und die Situation nun analysieren. Mit den Direktbetroffenen werden sofort Gespräche geführt. Vor dem Hintergrund der strafrechtlichen Verurteilung und der damit geleisteten Sühne sowie unter Miteinbezug der Planung für die kommende Challenge-League-Saison 2008/09 wird die Klubführung demnächst über die Zukunft der involvierten Spieler orientieren.»
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