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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Montag 5. Mai 2008
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Private und preiswerte Unterkünfte während der Fussball-Europameisterschaft 2008


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Meiringer Rechnung 2007 mit sehr gutem Ergebnis

Die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde Meiringen schliesst bei einem Gesamtaufwand von 22 027 825 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 734 198 Franken ab. Das Rechnungsergebnis ist damit um 678 298 Franken besser als budgetiert.

Das sehr gute Rechnungsergebnis ist auf verschiedene positive, einmalige Abweichungen zurückzuführen. Aus der Vermietung der Militärunterkünfte waren massiv höhere Einnahmen zu verzeichnen. Die Gemeindeanteile an die Lastenverteilungssysteme Sozialhilfe, Sozialversicherungen und Öffentlicher Verkehr sind deutlich tiefer ausgefallen als budgetiert. Zusätzlich lagen in einigen Bereichen der Funktion Soziales die effektiven Kosten unter den budgetierten Werten.
Gemeindeschreiberin Regina Johner, Meiringen
Die Glückskette hat der Gemeinde Meiringen einen grosszügigen Beitrag an die ungedeckten Kosten aus dem Hochwasser 2005 zukommen lassen und es konnte ein Teil der Rückstellungen für gefährdete Steuerguthaben aufgelöst werden. Durch das sehr gute Rechnungsresultat konnten neben den budgetierten zusätzlichen Abschreibungen, weitere ausserordentliche Abschreibungen verbucht werden, welche sich positiv auf die Rechnungsergebnisse der nächsten Jahre auswirken werden.

Die wichtigsten Geschäftsvorfälle 2007

Folgende Geschäftsvorfälle haben das Rechnungsergebnis massgeblich beeinflusst:
–  Die Spezialfinanzierung Seilbahnkompetenzzentrum Meiringen hat bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens einen Ertragsüberschuss erwirtschaftet. Dies ist für die künftige Finanzierung des Anlagenunterhaltes notwendig.
–  Aufgrund des sehr guten Rechnungsresultates konnten nebst den budgetierten zusätzlichen Abschreibungen, ausserordentliche Abschreibungen von 700 000 Franken vorgenommen werden, welche den Abschreibungsaufwand in den nächsten Jahren reduzieren werden.
–  Die Spezialfinanzierungen Abfallentsorgung und Abwasserentsorgung konnten beide einen erfreulichen Ertragsüberschuss ausweisen.
–  Die Leistungen aus dem Finanzausgleich nahmen im Vergleich zur Jahresrechnung 2006 um 30 000 Franken zu.
–  Die Wertberichtigungen für gefährdete Steuerguthaben konnten um 210 000 Franken reduziert werden, was die Jahresrechnung um diesen Betrag verbesserte.
–  Die Glückskette hat der Einwohnergemeinde Meiringen einen Beitrag von 400 000 Franken an die ungedeckten Kosten aus dem Hochwasser 2005 zukommen lassen.
–  Der Gemeindeanteil am Lastenverteilungssystem Sozialhilfe ist um 170 000 Franken tiefer ausgefallen als budgetiert.

Der Finanzplan wurde für die Jahre 2008 bis 2012 erstellt. Die Zahlen für die Planjahre 2009 bis 2012 wurden auf den Voranschlagszahlen 2008 hochgerechnet. Die eingerechneten Investitionen würden in den Jahren 2008 bis 2012 gesamthaft betrachtet zu einer Neuverschuldung von 8 500 000 Franken führen. Darin enthalten ist unter anderem ein Beitrag von 3 000 000 Franken an die neue Badeanlage Meiringen. Die Folgekosten der geplanten Investitionen sind vollumfänglich in den Aufwand der Laufenden Rechnung eingeflossen. Aufgrund der grossen anstehenden Investitionsprojekte weist der Finanzplan 2008 bis 2012 eine negative Tendenz aus. Die zusätzlichen Kosten aufgrund der notwendigen Neuverschuldung werden den Finanzhaushalt der Einwohnergemeinde Meiringen schwer belasten. Es muss auch in Zukunft weiterhin geprüft werden, wie durch geeignete Priorisierung der anstehenden Investitionen eine Entlastung bewirkt werden kann.

Für Umsetzung von Police Bern auf 1. Januar 2009
Der Gemeinderat von Meiringen hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Auswirkungen der Umsetzung von Police Bern auseinandergesetzt und beantragt nun der Gemeindeversammlung vom 5. Juni 2008 eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Bern ab 1. Januar 2009 abzuschliessen. Es sollen 530 Leistungsstunden (30 Stellenprozente) eingekauft werden. Dies ist das Minimum damit die Gemeindepflicht der Aufrechterhaltung von Nachtruhe und Sicherheit erfüllt werden kann. Geplant ist, dass die Kantonspolizei bei Störungen und akuten Gefährdungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie bei Hausstreitigkeiten und Nachtruhestörungen interveniert. Die Gemeinde ist für die sich daraus ergebenden sozialen und fürsorgerischen Massnahmen zuständig (Wegweisungen, Vormundschaftskommission). Die 530 Leistungsstunden werden zu 108 Franken pro Stunden in Rechnung gestellt. Da es sich um eine wiederkehrende Ausgabe handelt, ist die Gemeindeversammlung zuständiges Organ. Der Gemeinderat ist überzeugt, mit diesem Schritt auch in Zukunft die Sicherheit in der Gemeinde Meiringen gewährleisten zu können.

Am 11. März 2007 haben die Stimmberechtigten des Kantons Bern der Änderung des Polizeigesetzes mit insgesamt 78,9 Prozent zugestimmt. Ziel dieser Gesetzesänderung war, dass es im Kanton Bern künftig nur noch eine einzige uniformierte Polizei geben soll. Der Bevölkerung soll in Sicherheitsfragen ein klar erkennbarer Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zu diesem Zweck wird die Gemeindepolizei in die Kantonspolizei integriert. Die Umsetzung der Einheitspolizei hat bis spätestens 31. Dezember 2010 zu erfolgen.

Mit der Einführung der Einheitspolizei und der Abänderung des Polizeigesetzes ändert grundsätzlich nichts an den Zuständigkeiten. Die Gemeinden sind nach wie vor zuständig für die Erfüllung der Aufgaben der Sicherheits- und der Verkehrspolizei sowie für die Amts- und Vollzugshilfe. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Vollzug beim Kanton liegt, wenn die Erfüllung dieser Aufgaben polizeiliche Massnahmen erfordern, deren Ausübung eine polizeiliche Ausbildung voraussetzt.

Gemeindeversammlung vom 5. Juni 2008
Die ordentliche Gemeindeversammlung findet am 5. Juni 2008 um 20 Uhr in der Aula Kappellen statt. Behandelt werden die beiden Traktanden Jahresrechnung 2007 und Umsetzung Police Bern ab 1. Januar 2009. Der Gemeinderat freut sich, alle teilnehmenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Anschluss zu einem kleinen Apéro einzuladen und die Gelegenheit zu einem Austausch zu nutzen.

Neuer Mitarbeiter in der Werkgruppe
Am 1. Mai 2008 hat Heinrich Thöni seine Tätigkeit bei der Werkgruppe aufgenommen. Er ersetzt Menk Burlon, welcher eine neue Herausforderung gefunden hat.
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