| Klausursitzung des Thuner Gemeinderates
An seiner jährlichen Klausursitzung auf dem Diemtigbergli hat der Thuner Gemeinderat über die Stadtentwicklungsstrategie und die Unterstützung der drei bedeutendsten Thuner Grossanlässe – Schweizerische Künstlerbörse, Swiss Economic Forum und Thuner Seespiele – diskutiert.
sth/bns. An der zweitägigen Klausur im Gasthaus «Diemtigbergli» ob Diemtigen nahm sich die Thuner Stadtregierung laut einer Medienmitteilung wiederum Zeit, unter Beizug städtischer und externer Experten Schwerpunktthemen und Richtungsentscheide zu diskutieren. Wie üblich, wurden noch keine abschliessenden Beschlüsse gefasst. Diesmal standen die Themen Strategie Stadtentwicklung und die Unterstützung bedeutender Grossanlässe: im Zentrum.
Stadtentwicklung
Bereits an der Klausur vor einem Jahr war laut der Medienmitteilung die Stadtentwicklung ein Schwerpunktthema gewesen (siehe auch Klausursitzung des Thuner Gemeinderates auf dem Diemtigbergli vom Freitag 25. Mai 2007). Damals habe der Gemeinderat beabsichtigt, den Richtplan von 1999 dahingehend zu überarbeiten, dass er künftig weniger, aber gewichtigere Projekte enthalten sollte: «Der weitere Prozess ergab dann jedoch, dass die Stadt Thun ein übergeordnetes Führungsinstrument braucht, eine Strategie Stadtentwicklung des Gemeinderates. In einem zweiten von mehreren Workshops dieses Jahres konkretisierte der Gemeinderat dieses Instrument weiter. Es geht darum, übergeordnete, für 15 bis 20 Jahre geltende Zielsetzungen und Massnahmen zu formulieren. Die Themen der Strategie sind breiter gefasst als die des bisherigen, primär auf die bauliche Entwicklung fokussierten Richtplanes: Sie reichen von Wohnen, Zusammenleben, Innenstadt, Wirtschaft, Tourismus und Mobilität bis zu Natur und Umwelt, Energie, Bildung, Kultur, Sport und regionale Zusammenarbeit. Wann der Prozess abgeschlossen sein wird, ist noch offen. Stadtrat und Öffentlichkeit werden davon Kenntnis erhalten.»
Grossveranstaltungen
In den letzten 15 Jahren seien in Thun drei jährlich wiederkehrende Grossveranstaltungen «mit nationaler bis internationaler Ausstrahlung und grosser volkswirtschaftlicher Wirkung für die Stadt und die Region Thun» entstanden, wird in der Medienmitteilung erinnert: Die Schweizer Künstlerbörse für Kleinkunstveranstalter aus der ganzen Schweiz, das Swiss Economic Forum für kleine und mittlere Unternehmen der Schweiz sowie die Thuner Seespiele mit ihren Muscialaufführungen auf einer Bühne am Seeufer. Alle diese Anlässe holten jährlich Tausende von Besuchern nach Thun und fänden in den Medien breites Echo: «Mit Blick auf die für Thun sehr positive Image- und Stadtmarketingwirkung und in Anbetracht des hohen volkswirtschaftlichen Nutzens werden sie seit Jahren durch die Stadt Thun unterstützt. Dennoch will der Gemeinderat die Art und Höhe der künftigen Unterstützung vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzlage der Stadt – Stichwort Aufgabenverzichtsplanung – und zu erneuernder Verträge überprüfen. Zudem ist es ihm ein Anliegen, dass während der bevorstehenden Erweiterung des Schadausaals zu einem Kultur- und Kongresszentrum von Mitte 2009 bis Mitte 2011 für die Veranstalter optimale Übergangslösungen gefunden werden. Daher hörte er sich auf dem Diemtigbergli Vertreter aller drei Veranstaltungen an. Die Beschlüsse dazu erfolgen später.»
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