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Hotel Krebs in Interlaken nach Umbau wieder eröffnet

Nach rund einjähriger Umbauzeit ist am Wochenende das Viersternehotel Krebs an der Bahnhofstrasse 4 in Interlaken offiziell wieder eröffnet worden. Namentlich alle Zimmer und Suiten des Viersternehauses wurden vollständig renoviert.

Das neue Besitzerehepaar Jin K. Kim und Su-Young-Kwon (vorne links), dazwischen der Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hotel Krebs AG, Jürg Zumkehr, weiter von links nach rechts Projektleiterin Marianne Kuchen und der neue Direktor des Hotels Krebs, Thomas Schaad. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

ds/pvr. Nach der offiziellen Eröffnung vom Freitag war für Sonntag 1. Juni auch die Öffentlichkeit im Rahmen eines «Tages der offenen Tür» eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen des mit modernstem Komfort ausgestatteten Hotels zu werfen. Die 44 Zimmer und Suiten wurden komplett renoviert. Unter anderem standen auch die neue Hotelküche und andere interne Räume auf dem Besichtigungsprogramm. Während der Bauzeit war das Besitzerehepaar Su-Young-Kwon und Jin K. Kim nach Angaben der Hotel Krebs AG persönlich vor Ort und habe bei allem die Perspektive aus Sicht des Gastes vertreten: «Nun nach erfolgreichem Abschluss des Umbaus ziehen sie sich aus dem Tagesgeschehen zurück.» Für die Führung des zuvor von Marianne Kuchen interimistisch geleiteten Betriebes sei der ausgebildete Hotelier Thomas Schaad verpflichtet worden: «Der 43jährige war früher im Hotel Victoria-Lauberhorn in Wengen tätig. Er wird die beiden Häuser Weisses Kreuz (drei Sterne) und Krebs (vier Sterne) in Interlaken gemeinsam führen und dadurch Synergien nutzen können. Ein zentrales Reservationssystem soll für eine effiziente Abwicklung sorgen und auch die gesamte Vermarktung der beiden Häuser werde gemacht. Die Zielmärkte seien vorwiegend die Schweiz, Deutschland, England, Amerika und Asien.

Küchenchef Laurent Muckensturm in der neuen Küche des Hotels Krebs.

An der Hoteleröffnung mit geladenen Gästen vom Freitag bezifferte der Interlakner Unternehmensberater Jürg Zumkehr, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hotel Krebs AG als Vertreter der südkoreanischen Eigentümer die Investitionen in den Umbau auf rund sechs Millionen Franken. Die Bauherrschaft habe sich nach dem Anfang Januar 2006 getätigten Kauf der Hotelliegenschaften von den Familien Koschak und Krebs entschlossen, ein etwas reduziertes Projekt mit neuen vollklimatisierten Zimmern und einer neuen Haustechnik mit Anschluss an die Avari-Fernheizung zu realisieren. Zumkehr: «Wir sind stolz, dass wir grösstenteils an einheimische Unternehmungen die Arbeiten vergeben konnten. Mit der Realisierung vom Krebs im neuen Kleid, lösen wir hoffentlich eine Welle von Investitionen in der Region und am Ort aus.» Als Ziel für alle Gäste, Touristiker und viele Bürger vom Bödeli hoffte Zumkehr unter anderem, möglichst bald eine verkehrsfreie Flaniermeile à la Gstaad zu haben.

Eine der modern und komfortabel eingerichteten Suiten.

Innenarchitekt Rolf Balmer aus Steffisburg wies in einer Ansprache darauf hin, die Gestaltung der Zimmer verbinde traditionelle Ansätze mit der Moderne. Eine Errungenschaft stelle die vollautomatische Klimatisierung dar. Balmer: «Endlich – kann man hier sagen – haben wir Innenarchitekten unsere alte Bausubstanz im Haus gefunden.» Auch wenn es nur der alte Holzboden oder die handbemalte Wandtapete sei: «Unglaublich was in den Jahren zuvor an alter und traditioneller Baukunst vernichtet wurde. Um so mehr freut es uns mit gestalterischer und spielerischer Frechheit den Empfangsbereich zu präsentieren. Das Ziel, den alten Oberflächen zu neuem Glanz zu verhelfen ist uns voll und ganz gelungen.»

Blick in einen Salon: «Traditionelle Ansätze mit der Moderne verbunden.»

Nach Angaben von Architekt Andreas Fuchs geht der ursprüngliche Bau der «Pension et Restaurant Krebs» auf das Jahr 1875 zurück und erfuhr danach im Lauf der Jahrzehnte verschiedene Erweiterungen und Umbauten. Unter anderem erwähnte Fuchs, im Jahr 1947 sei der bis anhin offene Mühlekanal an der Gebäuderückseite teilweise überdeckt und als Gartenerweiterung mit Pergolaanbau genutzt worden: «Der eingefasste Kanal ist im später erweiterten Untergeschoss noch sichtbar.» – Peter Stähli, Chief Executive Officer (CEO) des Swiss-Economy- Forums, der zusammen mit Stefan Linder die ehemalige Mysterypark-Infrastruktur – siehe auch Neues Konzept für Freizeit- und Erlebnispark bei Interlaken vom Mittwoch 7. Mai 2008 – übernommen hat, führte für seine geplante «Two Lake City» die mehr oder weniger gleichen Erfolgsfaktoren wie in der Hotellerie an: Partnerschaftliche Zusammenarbeit, weltoffene und flexible Gastgeber sowie Emotion und Begeisterung. – Gemeindepräsident Urs Graf überbrachte die Grüsse und Glückwünsche der Gemeinde Interlaken. Er begrüsste, dass in Interlaken die Hotelsubstanz wieder in neuem Glanz erscheine. Auch Graf sprach davon, das Zentrum von Interlaken zu beruhigen – anzustreben sei aber, das Ziel ohne Überhastung sicher zu erreichen.
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