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Konkurrenzfähige Strukturen für den Tourismus angestrebt

Als einer der grössten Tourismuskantone will sich der Kanton Bern auf einen härteren Konkurrenzkampf vorbereiten. Auch finanziell soll ein Verdichten der Destinationen vom Kanton unterstützt werden.

aid/bns. In den Destinationen sie Bewegung entstanden, heisst es in einer Medienmitteilung: «Leistungs- und zukunftsfähige Destinationen sind das Ziel.» Laut Volkswirtschaftsdirektor Regierungsrat Andreas Rickenbacher nimmt das Vorhaben, die Tourismusdestinationen im Kanton Bern zu verdichten und damit konkurrenzfähig zu halten, konkrete Formen an.

Vor einem Jahr habe der Volkswirtschaftsdirektor den Tourismusregionen im Kanton Bern einen Verdichtungsprozess vorgeschlagen, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Aus heute zwölf touristischen Destinationen sollen fünf bis maximal sieben starke, marktfähige Destinationen entstehen.» Ende letzten Jahres sei bereits die Jungfrau Marketing AG gegründet, die Region Interlaken prüfe die Kooperation mit Brienz und die Alpenregion trete neu unter dem Begriff «Haslital» auf. Im Oberland Mitte (Adelboden/Frutigen, Thunersee, Lötschberg, Lenk-Simmental) sei der Gedanke zur Destinationsentwicklung ebenfalls aufgenommen worden und auch Gstaad plane weitere Entwicklungsschritte. Die Touristiker des Grossraums Bern und Mittelland prüften die Konzentration der touristischen Marketingmittel in einer neuen Destination «Bern plus». Im Jurabogen/Drei-Seen-Land sei eine interkantonale Studie vorgesehen, die aufzeigen soll, wie die Zusammenarbeit und die politischen und organisatorischen Rahmenbedingungen verbessert werden könnten.

Im Tourismus würden acht Prozent des Volkseinkommens im Kanton Bern erwirtschaftet, im Berner Oberland sogar 26 Prozent, verlautet im weiteren: «Diese wichtige Branche muss mit den steigenden Anforderungen des Marktes Schritt halten. Zeitgemäss sind weniger, aber auch leistungsfähigere Destinationen in einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Grösse. Die wichtigsten Leistungsträger sind darin integriert und können ihre Produkte effizienter vermarkten.»

Der Kanton Bern hat laut der Medienmitteilung in seiner kantonalen Wachstumsstrategie das Handlungsfeld «Wettbewerbsfähige Destinationen fördern» aufgenommen. Er wolle damit die als wichtig bezeichnete Stellung des Tourismus unterstützen: «Er beteiligt sich im Rahmen einer Public-Private-Partnership an den Umsetzungsarbeiten zur Destinationsentwicklung und an der Bildung der Destinationsmarketingorganisationen mit Mitteln aus der neuen Regionalpolitik. Im Rahmen des Destinationsentwicklungsprozesses ist eine Revision der Verordnung zum Tourismusförderungsgesetz per 1. Januar 2010 vorgesehen. Am 3. Berner Tourismustag vom 17. September 2009 soll über den Stand der Entwicklung orientiert werden.»
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