| Der Bau des Tropenhauses Frutigen hat begonnen
Nach einer mehrjährigen Planung haben am Freitag in Frutigen offiziell die Bauarbeiten für ein mit warmem Bergwasser geheiztes Tropenhaus begonnen. Vorgesehen ist, das Tropenhaus Frutigen in der zweiten Hälfte 2009 für Besucher zu eröffnen.
pd/bns. In diesem und im kommenden Jahr sollen laut einer Medienmitteilung für rund 28 Millionen Franken eine
Störzuchtanlage mit Verarbeitung, ein Gewächshaus für tropische Früchteproduktion, eine Ausstellung über das Tropenhaus und zu den Themen Berg, Energie und Ernährung sowie ein Restaurant erstellt werden: «Das technische Herz der Anlage ist eine Energiezentrale, mit der aus dem Bergwasser die Wärmeenergie zur Deckung des Heizbedarfs der Anlage und zusätzlicher Bezüger bereit gestellt wird.» Bis zur Eröffnung des Tropenhauses Frutigen sollen gegen Voranmeldung die wachsende Baustelle, die Pilotstörzucht, ein Informationspavillon und ein Pilotgewächshaus besichtigt werden können. Die Tropenhaus Frutigen AG offeriere interessierten Gruppen ein temporäres Besuchsangebot. Dabei sollen die Pilotanlagen der Fischzucht und der Gewächshausproduktion, wie auch die Baustelle selber gezeigt und von kundigen Führern erklärt werden. In einem am Freitag offiziell eröffneten Informationspavillon gebe ein kurzer Film eine Übersicht zum Projekt und es könnten Tropenhausprodukte
degustiert werden.
Das Projekt Tropenhaus Frutigen soll das dank dem Bau des Lötschberg-Basistunnels in Frutigen zu Tage tretende rund 20 Grad Celsius warme Bergwasser für die Produktion von wärmeliebenden Fischen sowie von tropischen Pflanzen und Früchten nutzen, heisst es in der Medienmitteilung: «Das
Wasser schafft ideale Bedingungen für die erste Störzucht in der Schweiz.» Produziert werde nach den Grundsätzen des biologischen Landbaus mit geschlossenen Nährstoffkreisläufen.
Das Gesamtprojekt erfährt laut der Medienmitteilung eine wichtige Unterstützung von der Regionalförderung des
Kantons im Umfang von zwei Millionen Franken. Die BKW FMB Energie AG sei mit einem umfangreichen Vertrag über Wärme- und Haustechnik.strategischer Partner. Coop sei als Hauptinvestor und strategischer Partner «Ernährung» in der Vermarktung der Produkte, der Konzeption und Realisierung der Gastronomie und der Ausstellung engagiert: «Die restlichen Finanzmittel werden durch die zahlreichen Aktionäre
der Tropenhaus Frutigen AG sowie durch Darlehen von Coop und Banken bereitgestellt.» Die Gemeinde Frutigen ermögliche die Realisierung des Projekts durch die Abgabe von Bauland
im Baurecht. Die Bundesprogramme «Regio Plus» und die Förderagentur für Innovation unterstützten das Projekt seit einigen Jahren mit Beiträgen für Forschung und regionale Entwicklung: «Das Projekt soll als Highlight die touristische Attraktivität der Region über die Landesgrenze hinaus erhöhen. Vielfältige Themen wie Geothermie und andere erneuerbare Energiequellen,
Stör und Kaviar, Fischfang und Aquakultur, tropische Früchte und gesunde Ernährung werden in einer Ausstellung attraktiv präsentiert. Die Zusammenarbeit mit der Universität
Bern und der Fachhochschule Burgdorf zeuge vom innovativen Charakter des Projekts. Es soll in Sachen Nachhaltigkeit einzigartig werden.
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