«Wasserwelten» am Höheweg Interlaken
Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zeigt das Organisationskomitee 125 Jahre Schweizerischer Fischereiverband im Schaufenster der Tourismusorganisation Interlaken am Höheweg in Interlaken jeden Abend von 22 bis 24 Uhr die Projektion «Wasserwelten» des Naturfotografen Michel Roggo.
pd/bns. In «Wasserwelten» werden in acht dreiminütigen Sequenzen rund 170 Bilder präsentiert, mit einer totalen Dauer von 24 Minuten. Das Kabelfernsehen Bödeli sendet neben der Projektion am Höheweg auf dem Informationskanal täglich bis Ende Mai um 13.45 und 21.45 Uhr eine leicht gekürzte Fassung. Die Realisierung der Projektion «Wasserwelten» wurde dank der Unterstützung des Lotteriefonds des Kantons Bern und verschiedener Sponsoren ermöglicht.
Der international renommierte Fotograf Michel Roggo hat das Leben verborgener Wasserwelten seit zwanzig Jahren mit der Kamera eingefangen. Dabei arbeitet er intensiv in der Schweiz und den angrenzenden Staaten, aber auch regelmässig in Skandinavien und auf dem Balkan. Über 40 grössere Expeditionen führten ihn zudem auf andere Kontinente, etwa nach Kenia, Alaska, Kanada, Florida, Botswana, Neuseeland, auf die Weihnachts- und Galapagos-Inseln, und zuletzt mehrmals in den Amazonas Brasiliens und Boliviens und nach Kuba.
Michel Roggo fotografiert meist in Fliessgewässern, und oft stehen dabei Fische im Mittelpunkt. Erstaunlich genug dabei: Roggo fotografiert meist vom Ufer oder von Booten aus, mit verschiedenen, selber entwickelten Systemen. Oft wird eine Kamera mit Fernauslösung eingesetzt. Dies erlaubt das Darstellen von natürlichen Verhaltensweisen auch empfindlicher Fischarten oder den Einsatz in kleinräumigen Unterwasserlandschaften oder an gefährlichen Standorten. Begann Michel Roggo bei seiner Arbeit unter Wasser zuerst mit der klassischen Darstellung der Fische, erfolgte später die Darstellung des Fisches in seinem natürlichen Lebensraum. Neuerdings stellt er zunehmend nur noch die Unterwasserlandschaft an sich dar.
Zum 125-Jahre-Jubiläum des Schweizerischen Fischerei-Verbands SFV wurden nun in der digitalen Bilderschau «Wasserwelten» Bilder aus verschiedenen Arbeitsphasen zusammengestellt, jedoch mit einer starken Gewichtung neuester Arbeiten. «Wasserwelten» will so zum Staunen und Geniessen verführen, gleichzeitig aber auch zum Nachdenken über Stellenwert und Zukunft dieser Naturschätze anregen. Viele der Aufnahmen sind in den letzten zwei Jahren entstanden. Etwa drei Viertel der Aufnahmen entstanden in der Schweiz an wenigen, noch gut erhaltenen Gewässern. Der Rest in Skandinavien, Spanien und im Nordbalkan – etwa, weil es die entsprechenden Gewässertypen in der Schweiz kaum mehr gibt oder weil Fischarten hierzulande ausgestorben sind.
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