Film- und Videofestival Spiez und Thun mit über 200 Filmen
Vom 1. bis 3. Mai 2008 zeigt das 19. Schweizerische Film- und Videofestival Spiez und Thun 202 Filme – von kurzen Minutenbeiträgen bis zu langen Spielfilmen – in zwei Wettbewerben und sechs Spezialprogrammen.
pd/bns. Das 19. Schweizerische Film- und Videofestival Spiez und Thun wartet auch dieses Jahr mit Neuerungen auf: Die beiden neuen Spezialprogramme «NE_xtra» und «Umwelt_CH» stellen Filme über die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung ins Zentrum. Erstmals wird neben den insgesamt 13 Goldenen Drachen auch ein Goldener Ehrendrachen verliehen. Dieser geht an den 92jährigen Filmer Heinrich Zwicki aus Zürich, der im Spezialprogramm «Film 66/99» seinen Film zeigt. Erstmals findet am Freitagabend eine «Winners Night» für die Autorenwerkschau statt. Gezeigt werden die fünf Gewinnerfilme (einer davon der Hauptpreis) – darunter «Spagat», den Film von Margrit Pfister aus Bern.
«NE_xtra» basiert auf der Idee, die nachhaltige Entwicklung in seinen Aspekten zu thematisieren. Aber was hat «nachhaltige Entwicklung» mit einem Film- und Videofestival zu tun? «Sehr viel», ist Festivalleiter Werner Stalder überzeugt: «Weil der Begriff ‹nachhaltige Entwicklung› heute so oft unbedacht verwendet und als ‹Nachhaltigkeit› häufig missbraucht wird, kann die Begegnung mit einem Film aus der Sparte ‹NE_xtra› durchaus erhellend sein.» So würden in diesem neuen Spezialprogramm von Fachleuten moderierte Schweizerfilme gezeigt, in welchen nachhaltige Entwicklung eine Rolle spiele: «Sternenberg», «Zeit der Titanen», «Mais im Bundeshaus» und «Heimat lebenslänglich». In der nächstjährigen Ausgabe des Film- und Videofestivals Spiez und Thun – vom (20. bis 23. Mai 2009) feiert das Festival das Jubiläum seines 20jährigen Bestehens – soll dann erstmals ein «NE_xtra»-Wettbewerb für Filmschaffende ausgeschrieben werden.
In «Umwelt_CH» sind drei Filme zu sehen: Al Gores Film über den Klimawandel «Inconvenient Truth», «Lopukhovo», eine Dokumentation über ein ukrainisches Dorf und was passiert, wenn die Forstwirtschaft ausser Rand und Band geraten ist, und die «Klima-Verschwörung», ein Wissenschaftskrimi.
In der Autorenwerkschau werden Filme von über 50 Filmschaffenden aus dem In- und Ausland gezeigt – darunter auch der Film von Andrea Leila Kühni aus Bern: «Gartentor, Kulturminister». Der Thuner Künstler Heinrich Gartentor alias Martin Lüthi war im Jahr 2007 der erste Kulturminister der Schweiz.
Im zweiten Wettbewerb (Swiss-Movie-Wettbewerb) zeigen insgesamt 61 Filmschaffende ihre Werke. Die neun Gewinner werden am Samstagabend mit einem Goldenen Drachen ausgezeichnet.
Das Spezialprogramm «Menschen – Leben – Grenzen» setzt dieses Jahr ein Zeichen des Friedens und zeigt unter dem Motto «Salam! Shalom!» sechs Filme über das Leben zwischen zwei Kulturen, vier davon sind mit einer spontanen Diskussion mit dem Publikum ergänzt. Zu den Diskussionsgästen gehören der Zürcher Dokumentarfilmer Paul Riniker, Henri Mugier, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Bern, die Exiliranerin Shafie Sonia Afsat aus Zürich und die Babilonierin Amira Mandia-Chamoun aus Thun.
In der «Ore d’Orrore» kommen wiederum die Horrorfans auf ihre Kosten – und in «Unica» präsentieren Filmschaffende aus dem Ausland ihre Glanzlichter.
Programm und weitere Informationen: www.filmfestival-spiez-thun.ch
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