| Spital Interlaken: Neueste Erkenntnisse ausgetauscht
Gerinnungsstörungen während der Operation sind problematisch. Fachleute aus dem ganzen Kanton Bern befassten sich im Spital Interlaken mit den neuesten Erkenntnissen.
pd/bns. «Im medizinischen Alltag sind Operateure und Anästhesisten im Operationssaal immer mehr mit Störungen der Blutgerinnung konfrontiert, die während der Operation auftreten», heisst es in einer Medienmitteilung der Spitalgruppe Frutigen, Meiringen und Interlaken (Spitäler FMI AG). Betroffen seien vorwiegend ältere Patienten mit schwerwiegenden Gefässerkrankungen, die auf eine gerinnungshemmende Medikation angewiesen sind. Und oft sei es schwierig zu entscheiden, wie die Gerinnungsstörung behoben werden soll.
Das am letzten Donnerstag im Spital Interlaken durchgeführte Kolloquium zum Thema «Perioperatives Gerinnungs- und Transfusionsmanagement» bot laut der Medienmitteilung Gelegenheit zur wissenschaftlichen Vertiefung in die Thematik. Die von Patricia Manndorff, Chefärztin des Instituts für Anästhesie und Intensivmedizin organisierte Veranstaltung zeigte auf, dass der Balanceakt zwischen Blutung und Thrombose Operateure und Anästhesisten in zunehmendem Masse fordere und nach individuellen Strategien, Teamabsprachen und Interdisziplinarität verlange: «Zudem sind fundierte physiologische und pathophysiologische Kenntnisse der Blutstillung unersetzlich für ein erfolgreiches Management dieser Patienten.»
An der von vielen Fachleuten aus dem ganzen Kanton Bern besuchten Fachveranstaltung mit namhaften Referenten aus dem In- und Ausland wurde nach FMI-Angaben die aktuelle Datenlage dargelegt, um eine nach heutigem Wissensstand möglichst effiziente Therapie durchzuführen. Zudem habe sich die Gelegenheit zum fachlichen Austausch geboten.
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