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Kunst- und Kulturhaus Interlaken: Aufrichte gefeiert

Nach einjähriger Bauzeit ist das gegen drei Millionen Franken teure Projekt eines Kunst- und Kulturhauses in Interlaken im Rohbau vollendet. Die Eröffnung des Gebäudes ist im Mai 2009 vorgesehen.

Der neue Gebäudekomplex mit dem im Rohbau vollendeten Kunst- und Kulturhaus Interlaken. (Bild Peter Schmid)

ds. Die Gesamtkosten für das Kunst- und Kulturhaus Interlaken (KKI) einschliesslich Zusatzräume sind nach Angaben an einer Medienorientierung vor der Aufrichtefeier am Mittwoch 23. April 2008 auf 2,98 Millionen Franken veranschlagt. Bei noch zu finanzierenden 490 000 Franken hoffe man im Minimum 90 000 Franken von Sponsoren zu erhalten. Für 400 000 Franken sei eine Hypothek zugesichert, doch sei man bestrebt die ganzen 490 000 Franken innerhalb des nächsten Jahres zu finanzieren. An der Medienorientierung erläuterte KKI-Stiftungsratspräsident Silvio Keller, dass der Bau heute rund eine Million Franken teuerer sei als zur Zeit der Interlakner Volksabstimmung im Februar 2003 geplant. Dafür bekomme man aber sechzig Prozent mehr und bessere Fläche: Nur dank dem, dass die Interessengemeinschaft Zentralparkhaus Interlaken (IGZ) mit dem Baurechtsvertrag verpflichtet worden sei, das Schutzobjekt altes Amtshaus zu erhalten, sei man auf die Idee gekommen, dass sich das alte Amtshaus als Kunst- und Kulturhaus eignen würde. Silvio Keller: «Wäre da nicht ein altes leerstehendes Amtshaus gewesen, so hätte Interlaken auch in zehn Jahren noch kein KKI.»

Im Jahr 2001 waren nach KKI-Angaben im Zusammenhang mit der geplanten Überbauung rund um das alte Amtshaus durch die Interessengemeinschaft Zentralparkhaus Interlaken die ersten Pläne für ein Kunst- und Kulturzentrum in Interlaken entstanden: Das denkmalgeschützte alte Amtshaus sollte renoviert und zu Räumlichkeiten für Ausstellungen hergerichtet werden. Ein zusätzlicher Mehrzweckraum im neuen Teil der geplanten Überbauung sei als Konzert- und Theaterraum vorzusehen. Im Februar 2003 stimmten die Gemeindebürger von Interlaken einem Kredit von 800 000 Franken an das Projekt für ein Kunst- und Kulturhaus zu. Der Regierungsrat des Kantons Bern bewilligte einen einmaligen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 900 000 Franken. Zusätzliche Beiträge sicherten die Burgergemeinde Interlaken, die Kunstgesellschaft Interlaken und die Familie Brügger (jeweils 100 000 Franken) sowie diverse Institutionen, Firmen und weitere private Gönner zu. Die Finanzierung des ursprünglichen Bauvorhabens in der Höhe von rund zwei Millionen Franken sei damit gesichert gewesen  – das Architekturbüro Brönnimann Architekten AG und die Baukommission Kunst- und Kulturhaus Interlakenv hätten mit detaillierten Planungsarbeiten beginnen können. «Verschiedene Besuche ähnlicher Kulturzentren und beratende Gespräche mit den leitenden Personen dieser Institutionen sowie die intensive Auseinandersetzung mit dem ersten Projektentwurf haben dazu geführt, dass das Projekt in verschiedenen Bereichen überarbeitet und verbessert wurde», verlautet dazu in einer Dokumentation.
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