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Dienstag 8. April 2008
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Schadausaal heisst neu Kultur- und Kongresszentrum Thun

Nach der Erweiterung um einen zweiten Saal erhält der bisherige Schadausaal den Namen Kultur- und Kongresszentrum Thun (KK Thun). Seit der Volksabstimmung vor einem Jahr wurde das Wettbewerbsprojekt weiterbearbeitet. Demnächst wird es als Baugesuch eingereicht und öffentlich aufgelegt.

Das Thuner Stimmvolk habe vor rund einem Jahr einen Baukredit von 19 Millionen Franken (ohne Index-Teuerung) für die Sanierung und den Ausbau des Schadausaals in ein Kultur- und Kongresszentrum mit zweitem Saal und gemeinsamem, vergrössertem Foyer gutgeheissen, wird in einer Medienmitteilung erinnert: «Im August 2007 wurde der Zeitplan für die Realisierung überarbeitet und der Baustart um ein Jahr auf Juni 2009 verschoben, damit der Detailplanung angesichts des engen Kostenrahmens genügend Zeit eingeräumt werden konnte. Nun liegt das Baugesuch vor, die Pläne werden demnächst öffentlich aufgelegt und das Baubewilligungsverfahren damit eingeleitet.» Nach der Künstlerbörse, die vom 16. bis 20. April 2008 stattfindet, sollen die Bauprofile aufgestellt werden. Nach der Profilierung wird das Baugesuch im Thuner Amtsanzeiger publiziert.

Kostenbewusste Planung
«Um die vom Gemeinderat geforderte Kosteneinsparung von 4,5 Millionen Franken (Differenz aus Wettbewerbsprojekt mit Kostenschätzung von 23,5 Millionen Franken und bewilligtem Baukredit von 19,0 Millionen Franken einzuhalten, wurde das Projekt in Module aufgeteilt, die sodann nach Prioritäten gegliedert wurden», verlautet im weiteren. Dabei seien diverse Anpassungen vorgenommen worden, ohne das Vorhaben in seinen Kernelementen zu verändern. Die wesentlichsten Änderungen: Autoeinstellhalle. Gemäss Vorgaben der Thuner Bauordnung wurde die ursprünglich vorgesehene Anzahl von 170 auf 115 Parkplätze gesenkt. Die Zufahrt in die unterirdische, neu eingeschossige Autoeinstellhalle erfolgt ückseitig. – Anlieferungsbereich: Die Anlieferung erfolgt ebenerdig, schwellenlos und benutzerfreundlich auf dem gleichen Niveau wie die beiden Säle und das neue Foyer. – Bestuhlung: Die Stühle im bestehenden Saal werden bis auf weiteres nicht ersetzt. – Bühnentechnik: Ob und in welchen Bereichen die Bühnentechnik im heutigen Saal ersetzt werden muss, ist noch nicht abschliessend geklärt. – Musikraum: Der Musikraum für das Gymnasium wird nicht neu erstellt, sondern in die umzubauenden Schulzimmer im ersten Obergeschoss integriert. – Bühnenerweiterung: Der Ersatz der bestehenden Steckfusspodeste wird zurückgestellt.

Weitere Kostenreduktion vorgesehen
Gemäss heutiger Schätzung – Unternehmerofferten könnten erst nach Abschluss der Projektierung eingeholt werden – und nach Abzug der aufgelaufenen Teuerung lägen die Kosten für das Vorhaben noch bei 20,65 Millionen Franken, also rund 1,65 Millionen Franken über dem im Jahr 2007 bewilligten Kredit, heisst es in der Medienmitteilung. Die Kostengenauigkeit liege bei plus/minus 15 Prozent. Auch eine Unterschreitung des Kostenrahmens wäre also möglich: «Der Gemeinderat hat die Projektleitung beauftragt, diese Kostenüberschreitung mit weiteren Massnahmen zu reduzieren. Sollte sich nach weiteren Reduktionen aber immer noch eine Überschreitung abzeichnen, kann der Gemeinderat gemäss Stadtverfassung in eigener Kompetenz bis zehn Prozent des ursprünglich genehmigten Kredites nachträglich bewilligen. Wichtig ist aber, dass trotz Spardruck die in der Abstimmungsbotschaft versprochenen Elemente realisiert werden können.»

Betreiber für KK Thun wird gesucht

Der Gemeinderat habe beschlossen, den künftigen Betrieb des Kultur- und Kongresszentrums Thun öffentlich zur Vergabe auszuschreiben, geht aus der Medienmitteilung im weiteren hervor: «Als ideale Lösung wird ein Hauptbetreiber für das ganze Zentrum angestrebt. Dieser soll es erfolgreich auf dem Markt positionieren und die Akquisition von Kultur- und Kongressveranstaltungen übernehmen. Die Hauptbereiche des Zentrums sind die beiden Säle, der Gastrobetrieb und das Parkhaus, für die ein Hauptbetreiber auch Leistungen Dritter einkaufen kann. Unter Mitarbeit eines externen betriebswirtschaftlichen Beraters wird momentan an der Ausschreibung gearbeitet. Dabei geht es insbesondere um die Definition der Auflagen, die Rechtskonformität des Verfahrens und den Entwurf des Nutzungsvertrags.» Die Namensänderung von Schadausaal zu Kultur- und Kongresszentrum Thun (KK Thun) ergebe sich aus der Erweiterung des Zentrums. Die neue Bezeichnung soll dessen grosse Bedeutung für die ganze Stadt Thun hervorheben.

Nutzer und Anwohner
Die heutigen sowie die voraussichtlichen künftigen Nutzer des KK Thun, von denen einige bisher den Bärensaal («Morris-Saal») im Dürrenastquartier belegten, sind laut der Medienmitteilung an mehreren Nutzerkonferenzen über die Planung orientiert worden: «Ihre Bedürfnisse wurden aufgenommen und soweit wie möglich miteinbezogen.» Anwohner und Vertreter des Quartierleistes Dürrenast sollen morgen Mittwoch 9. April 2008 an einer Informationsveranstaltung ausführlich über das Bauprojekt orientiert werden.

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