| Ringgenberg: Wohin mit der Kehrichtsammelstelle auf dem Aellmetli?
In einer nahezu fünfstündigen Sitzung hatte sich der Gemeinderat von Ringgenberg fast nur mit Problemfällen zu befassen. Unter anderem erörterte er die Frage, wohin die Sammelstelle für Glas, Weissblech und Textilien verlegt werden soll.
Die Sammelstelle auf dem Aellmetli: Nicht gerade eine Augenweide. (Bild Peter Schmid)
Wer kennt sie nicht und hat sich nicht schon geärgert? An der Kehrichtsammelstelle auf dem Aellmetli, dem eigentlichen Dorfplatz der Gemeinde. Die Sammelstelle ist sehr zentral und verkehrsmässig gut gelegen und wird deshalb nicht nur von Anwohnern rege benutzt. Ein Ausbau kommt aus Platzgründen und aus Sicht des Dorfbildes nicht in Frage. Die Sammelstelle für Glas, Weissblech und Textilien muss deshalb mit Ausnahme von zwei bis drei Kehrichtcontainern für die Anwohner verlegt werden. Die Frage ist nur wohin. Die Ver- und Entsorgungskommission beschäftigt sich zurzeit intensiv mit der Standortfrage mit dem Ziel, noch vor der Sommersaison eine Lösung präsentieren zu können.
Bodenweg
Seit Jahrzehnten gibt auch der Bodenweg immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten Anlass. Der Bodenweg ist noch heute im Privatbesitz (Zugehörparzelle zu verschiedenen Anwohner-Grundstücken), weil er in mancherlei Hinsicht im heutigen Zustand nicht den Anforderungen an eine für das Gemeinwesen übernahmefähige Strasse erfüllt. Seit jeher führt indessen ein öffentlicher Weg über den Privatweg und ab dem Bodengraben durch die sogenannten Bodengüter. Umstritten ist einmal mehr die Breite des der Öffentlichkeit zustehenden Wegbenützungsrechtes. In einer weiteren Besprechung soll demnächst versucht werden, einer einvernehmlichen Lösung etwas näher zu kommen.
Sanierungsarbeiten Gmeindshus Goldswil
Im und am Gmeindshus Goldswil sind ebenfalls recht kostspielige Unterhaltsarbeiten fällig. Es soll versucht werden, noch in diesem Jahr die Beleuchtung zu verbessern. Im weiteren wird die Baukommission die dringendsten und sicher recht aufwendigen Arbeiten (Parkettboden im grossen Saal, Einrichtungen im Kleinen Saal, Fassaden und so weiter) im Detail erfassen und die Kosten berechnen lassen. Der erforderliche Sanierungskredit soll über das Budget 2009 dem Souverän zur Bewilligung vorgelegt werden.
Gemeindeschreiber Peter Riesen, Ringgenberg
Auch im Bauwesen gaben problembehaftete Geschäfte zu ausgiebigen Diskussionen Anlass. So wurde der Gemeinderat über eine erfolglose Einspracheverhandlung in einem Baubewilligungsverfahren für ein Mehrfamilienhaus an der Gartenstrasse orientiert . Die Nutzungsmöglichkeiten des Bauherrn konnten nicht mit den Erwartungen der Einsprecher in Einklang gebracht werden.
Bei einer massiv zweckentfremdeten Scheune etwas oberhalb des Dorfrandes gaben die sich aufdrängenden baupolizeilichen Massnahmen zu reden. Vor dem Erlass einer entsprechenden Verfügung wird in diesem Falle zuerst eine Besprechung mit dem zuständigen Sachbearbeiter des kantonalen Amtes für Gemeinden und Raumordnung stattfinden.
Arbeitsvergebungen
Die Zäune/Abschrankungen beim Uferweg, Anschluss an die Gemeinde Niederried, wurden an die Zaunteam AG, Ringgenberg, vergeben. Im weiteren wurden für die letzte Sanierungsetappe am Schulhaus (Altbau) für fast eine halbe Million Franken Arbeiten an einheimische und regionale Firmen vergeben.
Gemeindeversammlung
Die Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2008 um 20.15 Uhr im Gmeindshus Goldswil wird über die folgenden Traktanden zu befinden haben: 1. Protokoll vom 7. Dezember 2007. 2. Rechnung und Nachkredite 2007. 3. Projektkredit für die Sanierung der Gemeindeverwaltung, 1 120 000 Franken. 4. Weiterer Zusatzkredit für Sanierungsarbeiten an der Waldstrasse im Gebiet Bärenlochgraben, 36 500 Franken. 5. Orientierung über die Naturgefahrenkarte. 6. Verschiedenes.
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