Klimaneutrale Ferien in Sunstar-Hotels
Weltweit als erste Hotelgruppe garantieren die Schweizer Sunstar-Hotels – darunter Häuser in Grindelwald und in Wengen – ihren Gästen ab kommender Sommersaison klimaneutrale Ferien: Ab Mai 2008 kompensiert Sunstar den gesamten Kohlendioxid-Ausstoss ihrer acht Hotels.
pd/bns. «Dies entspricht gegen zehn Prozent ihres jährlichen Reingewinns», heisst es in einer Medienmitteilung der Sunstar-Hotelgruppe. Parallel dazu laufe ein umfassendes Programm zur weiteren, nachhaltig ausgerichteten Effizienzsteigerung in allen Sunstar-Hotels. Klimaneutrale Ferien seien bei Sunstar Bestandteil einer neuen, umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, mit der die Hotelgruppe noch mehr Lebensqualität schaffen wolle: «Dazu optimiert sie permanent ihre Dienstleistungen sowie ihre wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Leistungen. Bereits seit 2005 ist die Hotelgruppe mit vier von fünf «Steinböcken», einem anerkannten und unabhängigen Qualitätslabel für nachhaltigen Tourismus, ausgezeichnet. ‹Die Folgen des Klimawandels, steigende Energiekosten und eine generell verantwortungsvolle Haltung haben uns nun dazu bewogen, unseren Gästen klimaneutrale Ferien zu garantieren›, sagt Rolf Buser, Verwaltungsratspräsident der Sunstar-Hotels.» Nachhaltigkeit sei für die Hotelgruppe mehr als ein Schlagwort: «Sie ist zentraler Bestandteil unserer Philosophie und wirkt sich tagtäglich auf unsere Arbeit aus.»
Der gesamte Kohlendioxid-Ausstoss wird zu 100 % mit erstklassigen Projekten kompensiert
Die Sunstar-Hotels verzeichneten mit ihren Dienstleistungen pro Jahr knapp 300 000 Übernachtungen, wird in der Medienmitteilung erinnert. In diesem Zeitraum stosse die Hotelgruppe Treibhausgase in der Höhe von rund 8200 Tonnen – in der Fachsprache Kohlendioxid-Äquivalente genannt – aus. Das entspreche einer Kohlendioxid-Emission von 28 Kilogramm pro Gast und Übernachtung: «In diesen Werten, die in Zusammenarbeit mit der renommierten Zürcher Nachhaltigkeitsberatung E2 berechnet werden, sind nicht nur der Strom-, Gas-, Öl- und Wasserverbrauch enthalten, sondern auch diejenigen Kohlendioxid-Emissionen, die für Lebensmittel, Verkehr, Reinigung, Abfallentsorgung sowie weitere Dienstleistungen anfallen. Ab Beginn des neuen Geschäftsjahres (1. Mai 2008) investiert Sunstar laufend zur Kompensation dieser Emissionen in hochwertige Projekte von ‹Myclimate›, dem führenden Anbieter von Kompensationsprojekten. Myclimate ist eine Non-Profit-Organistion mit Wurzeln an der ETH Zürich. Bei den Projekten handelt es sich um einen Windenergiepark in Neuseeland sowie einer Biomasse-Anlage in Indien.» Dazu «Myclimate»-Geschäftsführer René Estermann: «Myclimate garantiert, dass alle anfallenden Kohlendioxid-Emissionen der Hotelgruppe über Gold-Standard-zertifizierte Projekte ausgeglichen werden.»
Die Hotelgäste von Sunstar können laut der Medienmitteilung zusätzlich – auf freiwilliger Basis – ab der kommenden Sommersaison ihre An- und Abreise per Auto oder Flugzeug individuell beim Checkout kompensieren lassen: «Zur Forcierung der wesentlich umweltfreundlicheren Bahn schenkt Sunstar denjenigen Gästen, die mindestens sieben Nächte bleiben, das Bahnbillett ab allen Bahnhöfen der Schweiz.»
Bedeutende Investitionen in eine bessere Energieeffizienz
«Mit den von uns bereits realisierten und noch geplanten Effizienzverbesserungen sowie jetzt vor allem mit der vollständigen Klimaneutralität positioniert sich Sunstar innerhalb der Tourismusbranche als Vorreiter beim Klimaschutz», wird Beat Hess, Geschäftsführer der Sunstar-Hotels in der Medienmitteilung zitiert: «Systematisches Voranbringen der Energieeffizienz in den Hotelbetrieben ist gekoppelt mit der vollständigen Kompensation der verbleibenden Kohlendioxid-Emissionen.
Eine Auswahl von Beispielen belege die Schritte, welche Sunstar-Hotels in den vergangenen Jahren zugunsten einer höheren Energieeffizienz eingeleitet hätten, verlautet im weiteren: Um den Energieverbrauch zu senken, habe die Hotelgruppe Stromsparlampen, dreifach verglaste Isolierfenster, Wasserspartechnologie und Thermostate installiert. Ein Lastabwurfsystem überwache, dass ein bestimmter Stromverbrauch nie überschritten werde. «Ein zentrales Energieleitsystem kontrolliert die Lüftungs- und Heiztemperaturen. Einige Sunstar-Hotels verfügen zudem bereits über ein Wärmerückgewinnungssystem und in Brissago wurde eben eine Heizung eingebaut, die die Wärme überwiegend aus dem Grundwasser bezieht. In den letzten Jahren investierte Sunstar einige Millionen Franken in die entsprechende Infrastruktur, und auch für die kommenden Jahre sind beträchtliche Investitionen in die Hardware vorgesehen.»
Zusätzliche nachhaltige Aktivitäten und Massnahmen
Die Hotelgruppe vermeidet oder reduziert nach ihren Angaben Abfall, Weichspüler würden nicht verwendet und der Einsatz von Chemikalien sei auf ein Minimum begrenzt, ebenso Batterien. «Bei den Lebensmitteln verzichtet Sunstar grundsätzlich auf das Fleisch von bedrohten oder nicht artgerecht aufgezogenen Tieren. In allen Sunstar-Hotels werden mehrere Fair-Trade-Produkte (Kaffee (Bio), Schwarztee, Zucker, Orangensaft, Bananen) sowie regionale und saisonale Speisen angeboten. Es gibt zudem immer Vollwert- und vegetarische Alternativen. Sunstar hat ausserdem die bisherigen Geschäftswagen gegen neue, besonders schadstoffarme ausgetauscht. Die Fahrzeuge der neuen Flotte emittieren statt 250 nur noch 115 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Alle mit Diesel betriebenen Sunstar-Hotelbusse werden derzeit mit Partikelfiltern nachgerüstet.» Ausnahmslos alle rund 400 Mitarbeiter der Sunstar-Hotels seien zudem mit einem Bonussystem am wirtschaftlichen Erfolg des mittelständischen Unternehmens beteiligt.
Die 1969 gegründete und an der Schweizer Börse im Nebensegment (Local Caps) gehandelte Sunstar-Holding mit Sitz in Liestal (Kanton Baselland) besitzt und betreibt sieben Sunstar-Ferienhotels in den Schweizer Bergen – darunter in Grindelwald und in Wengen – sowie ein Privilège-Hotel am Lago Maggiore mit insgesamt 1747 Betten, überwiegend im Viersternesegment: «Seit neun Jahren ist Sunstar mit ihrer Tochtergesellschaft Ferienclub Privilège zusätzlich auch im Ferienwohnrechtsmarkt erfolgreich tätig.»
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