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Thuner Parkhausplanung: «Schlossberg» und «Aarebecken» werden verglichen

Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein neues Parkhaus im Osten der Stadt Thun geht in die nächste Runde: Nun sollen die Standortvarianten «Schlossberg» und «Aarebecken» in Form einer Nutzwertanalyse verglichen werden.

sth/bns. Eine Machbarkeitsstudie hat laut einer Medienmitteilung gezeigt, dass eine Parkieranlage mit etwa 300 Plätzen im Innern des Schlossberges grundsätzlich realisierbar sei: «Der Thuner Gemeinderat und die Parkhaus Thun AG haben das Berner Bauingenieurbüro Marchand und Partner damit beauftragt, die beiden Projekte für ein Parkhaus City Ost im Schlossberg und für ein solches im Aarebecken am rechten Thunerseeufer auf einen vergleichbaren Stand zu bringen und deren Vor- und Nachteile mit einer umfassenden Nutzwertanalyse zu beurteilen.» Damit würden die Grundlagen geschaffen, um später zu entscheiden, welches Projekt realisiert werden soll.

Volksabstimmungen 2009 oder 2011
Sollte der Vergleich zeigen, dass beide Standorte gleichwertig wären, könnten die Stimmberechtigten der Stadt Thun nach heutigem Zeitplan etwa Mitte 2009 in einer Variantenabstimmung einen nach Stadtverfassung «verbindlichen Vorentscheid» zum Standort fällen, heisst es in der Medienmitteilung: «Sollte eine der beiden Varianten jedoch klare Vorteile aufweisen, würde – voraussichtlich im Jahr 2011 – über die Finanzierung eines fertig ausgearbeiteten Projektes abgestimmt.» Die Analysen von Marchand und Partner würden von der Parkhaus Thun AG finanziert, weil es dabei um projektspezifische Abklärungen gehe.

Machbarkeitsabklärungen: Positive Ergebnisse
Initiiert durch einen Vorstoss im Stadtrat habe eine vertiefte Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt Thun untermauert, was sich bereits nach ersten Abklärungen Mitte 2007 abgezeichnet hatte: Ein Parkhaus im Schlossberg mit ungefähr 300 Plätzen sei machbar – sowohl in bautechnischer Hinsicht als auch unter dem Blickwinkel der Verkehrserschliessung, des Stadtbildes, des Denkmalschutzes und der Archäologie. Das Vorhaben würde zwischen etwa 30 und 38 Millionen Franken kosten – je nachdem, ob es im Tagbau-, Mischbau- oder Bergbauverfahren erstellt würde. Für die bauliche Realisierung müsste privates Terrain beansprucht werden, was allenfalls auch Enteignungsverfahren zur Folge hätte.» Die Finanzierung des Baus soll aus Eigenmitteln der Parkhaus Thun AG und aus zinsgünstigen Darlehen der Stadt Thun aus Parkinggebühren und Parkplatzersatzabgaben erfolgen: «Ergänzend dazu sind projektbezogene Fremdfinanzierungsmassnahmen notwendig. In diesem Zusammenhang wird einmal mehr ausdrücklich darauf hingewiesen, dass keine Steuergelder in dieses Vorhaben und auch nicht in andere Projekte der Parkhaus Thun AG einfliessen werden.»

Parkhausring bleibt ein Ziel
Ein Ring aus mehreren Parkhäusern an der Peripherie der Thuner Innenstadt sei seit langem eine wichtige Zielsetzung des Gemeinderates, verlautet im weiteren. So sähen es auch der Richtplan Stadtentwicklung und die Gesamtverkehrsstudie Agglomeration Thun vor. Seit längere Zeit stünden im Westen und im Norden zwei Parkieranlagen mit je etwa 650 Parkplätzen zur Verfügung. Betrieben würden sie durch die Parkhaus Thun AG: «Doch die Realisierung weiterer Parkhäuser, insbesondere im Osten, bei der Einfahrt vom rechten Thunerseeufer, kam nicht voran: Ende 2001 verwarf das Volk einen ‹Parkhausring› mit einer unterirdischen Anlage Ost im Aarebecken und einer im Süden, an der Mönchstrasse.» Auch der Versuch, diese als Einzelprojekte zu realisieren, sei ins Stocken gekommen: «Schliesslich überwies der Stadtrat im Herbst 2006 ein Postulat, die in den achtziger Jahren verworfene Variante eines Parkhauses im Innern des Schlossberges nochmals zu prüfen.»
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