| Die BLS präsentiert den «Lötschberger»
An einer Medienfahrt von Bern nach Frutigen hat die BLS den ersten von 13 Niederflur-Triebzügen vorgestellt, die ab Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2008 im Regionaleexpress Lötschberg zwischen Bern/Spiez und Brig eingesetzt werden sollen.
pd/bns. Der als «Lötschberger» bezeichnete Zug besticht laut einer Medienmitteilung der BLS AG durch ein elegantes Design und zahlreiche für den Regionalverkehr neue Komfortmerkmale: «Dank den neuen Zügen bietet die BLS ab Fahrplanwechsel in jedem Zug ab und nach Bern mehr Sitzplätze an als bisher – von Montag bis Freitag durchschnittlich plus 13 Prozent, an Wochenenden über 30 Prozent mehr.» Der «Lötschberger» wird als vierteiliger Niederflur-Triebzug, 63 Meter lang, mit 171 Sitzplätzen, 28 in der 1. Klasse, 143 in der 2. Klasse beschrieben: «Er weist breite Türen, bequeme Einstiege, grosse Multifunktionsabteile für Gepäck und Sportgeräte, Steckdosen bei den Sitzen und ein grosszügiges 1.-Klasse-Abteil auf. Bis zu vier Einheiten können durch einen Lokomotivführer bedient werden.»
Seit der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels im Dezember 2007 bediene die BLS AG ihre traditionelle Bergstrecke über Frutigen, Kandersteg, Goppenstein und die Südrampe stündlich mit dem Regionalexpress Lötschberg, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Zurzeit verkehren ältere Züge mit nicht mehr durchwegs zeitgemässem Komfort. Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 setzt die BLS neues, speziell für diese Linie konzipiertes Rollmaterial des Konsortiums Bombardier/Alstom ein.»
Wie die Berner Verkehrsdirektorin, Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer, in Frutigen ausführte, bringe das neue Rollmaterial neuen Komfort für die Fahrgäste: «Zudem sieht der Zug auch richtig knackig aus.» Dank der automatischen Kupplung ermöglichten die neuen Kompositionen die Realisierung des Flügelzugkonzepts Lötschberg/Simmental. Dieses erlaube Direktfahrten ab Bern sowohl Richtung Kandersteg–Brig als auch Richtung Zweisimmen.
Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer unterstrich, dass «die Bergstrecke ihre wichtige Funktion zur Erschliessung der Region behalten soll, und zwar sowohl für die Bewohner als auch als Ferien- und Ausflugsziel». Die Verkehrsdirektorin des Kantons Bern sicherte zu, dass bis Ende 2011 die Engpässe bei der Infrastruktur im Raum Bern mit finanzieller Unterstützung durch den Kanton beseitigt würden. Damit werde der Regionalexpress Lötschberg künftig jeden Tag stündlich ab und bis Bern verkehren können.
Anna Barbara Remund, Leiterin Personenverkehr der BLS AG, sprach an der Präsentation des neuen Zuges von einer Gratwanderung, mit einem Fahrzeug den beiden Kundensegmenten der Pendler einerseits und der Freizeit- und Tourismus-Reisenden anderseits gerecht zu werden. Sie sei jedoch überzeugt, dass der «Lötschberger» neue Massstäbe im Regionalverkehr setze und dass die BLS «mit hohem Sitzkomfort, angenehmem Raumklima, tiefem Geräuschpegel, Panoramafenstern und innovativer Fahrgastinformation allen Reisenden gerecht werden kann, ohne auf Kompromisslösungen zurückzugreifen».
«Lötschberger-Woche». Die BLS ist daran, gemeinsam mit regionalen und lokalen Partnern ein neuartiges Ausflugskonzept rund um den «Lötschberger» zu kreieren. Einen ersten Vorgeschmack vermittelt sie an einer «Lötschberger-Woche» vom 6. bis 14. September 2008. Zum Auftakt lädt die BLS am Samstag 6. September 2008, nach Kandersteg zu einem Fest und zu Gratis-Schnupperfahrten mit dem neuen Zug ein.
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