| Thun Start ins neue Schuljahr mit Computerpannen
Eine vorerst auch von Computerspezialisten kaum erklärbare Störung des Informatiknetzes der Thuner Volksschulen hat einen eher schwierigen und ärgerlichen Start ins neue Schuljahrzur Folge gehabt: Einerseits konnten zahlreiche der 115 Lehrkräfte, die während der letzten Ferienwoche einen obligatorischen Informatikkurs besuchten, nicht plangemäss geschult werden, andererseits läuft das System zurzeit noch nicht in allen Schulhäusern einwandfrei.
«Die Informatikdienste der Stadt Thun und externe Fachleute sind intensiv daran, die Ursachen zu finden und das Problem möglichst rasch zu beheben», heisst es in einer Medienmitteilung. Das Amt für Bildung und Sport und die Informatikdienste entschuldigen sich in der Medienmitteilung gegenüber Schülern, Schulleitungen, Kursleitern sowie Lehrkräften für diesen als schwierig und ärgerlich bezeichneten Start ins neue Schuljahr: «Die betroffenen Schulleitungen werden täglich über den Stand der Dinge informiert.» 115 Lehrer der Thuner Volksschulen seien letzte Woche – der letzten der Sommerferien – zu obligatorischen Informatikkursen aufgeboten gewesen: «Doch wegen einer gravierenden Systempanne konnte die Schulung in den Schulhäusern Lerchenfeld, Schönau und Strättligen nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Trotz frühzeitiger Vorbereitung, vorgängiger Testinstallationen und gefestigter Praxiserkenntnisse traten kurz vor Beginn der Kurse für die Informatiker unerklärbare Systemzustände auf. Die Server versagten teilweise ihren Dienst. Dank hoher Flexibilität der 16 involvierten Kursleiter und der Kursteilnehmer konnte die fünftägige Weiterbildung dennoch einigermassen zielgerichtet durchgeführt werden.»
Nur ein Teil der Schulhäuser betroffen
«Leider dauerte die Systempanne auch nach Beginn des neuen Schuljahres am Montag dieser Woche an», verlautet dazu im weiteren: «Die Informatikinfrastrukturen stehen in einzelnen Schulhäusern weiterhin nicht vollumfänglich zur Verfügung. Die eigentliche Fehlerursache ist noch unbekannt. Die städtischen Informatikdienste, unterstützt durch externe Informatikspezialisten, arbeiten intensiv an der Behebung. Der Abteilungsleiter des Amtes für Bildung und Sport, der Projektleiter Informatik an den Schulen sowie der Chef der Informatikdienste hoffen, so schnell wie möglich wieder zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu gelangen.»
Dritte von vier Etappen
Der Thuner Stadtrat habe im Mai 2005 den Ausbau der Informatik an den Thuner Volksschulen beschlossen, wird in der Medienmitteilung erinnert. Dieses Projekt erstrecke sich über vier Jahre beziehungsweise vier Etappen. Die ersten beiden Realisierungsetappen zum Schuljahresbeginn 2006/07 und 2007/08 hätten ohne Probleme umgesetzt werden können. Nun laufe die dritte Etappe an: «Da sich bei Projekthalbzeit eine Kostenüberschreitung abzeichnete, wurde das Vorgehenskonzept angepasst. Die Schulhäuser werden dabei noch stärker zentral eingebunden, zudem werden teilweise kostengünstigere Komponenten beschafft. Gleichzeitig wurde die Gesamtprojektverantwortung von einer externen Firma zu den Informatikdiensten übertragen. Die Zusammenarbeit mit der bisherigen Lieferfirma wurde dank deren gutem Leistungsausweis aber beibehalten. Sie hilft nun auch mit, die aktuellen Probleme zu lösen.»
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