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Sesselbahn Fallboden wird für den Winter aufgerüstet

Die Rollen der Sesselbahn Fallboden auf der Kleinen Scheidegg werden während dieser Wochen mit überstehenden Bordscheiben ausgerüstet und nach Angaben der Jungfraubahnen ist vorgesehen, weitere technische und betriebliche Massnahmen umzusetzen.

pd/bns. Die Sesselbahn Fallboden soll laut einer Medienmitteilung ihren Betrieb auf die neue Wintersaison hin wieder aufnehmen. Seit dem Unfall vom 3. Januar 2008 mit einem Toten und drei Verletzten, sei die Sesselbahn nicht mehr in Betrieb gewesen. Mit den Bordscheiben, die momentan installiert würden, soll das Risiko einer Seilentgleisung zusätzlich reduziert werden: «Mit dieser Massnahme gehen die Jungfraubahnen bewusst über die Vorschriften der Sesselbahnverordnung hinaus.»

Die Bahn habe grundsätzlich durch das Unfallereignis keinen Schaden genommen, verlautet im weiteren. Die Überprüfung von Seil, Masten und Sessel habe einen positiven Befund ergeben: «Die Überschlagssicherungen entsprachen den Sicherheitsvorschriften. Trotzdem wurden sie komplett überarbeitet und verstärkt, womit die Verantwortlichen ebenfalls über die Vorschriften hinausgingen.»

Wie Ende Januar angekündigt, hätten die Jungfraubahnen inzwischen weitere Windmesseinrichtungen installiert, die auch die Windrichtung anzeigten, heisst es in der Medienmitteilung: «Weitere Windprognosen (Leitsystem Jungfraubahn, Windprognose Jungfraubahn) können kumulativ als Entscheidungshilfe beigezogen werden. Die Windgrenzwerte können dank der oben genannten Massnahmen auf dem heutigen branchenüblichen Stand (Windwarnung 40 und Windalarm 60 Kilometer pro Stunde) belassen werden.»
Verlaufen die Arbeiten laut Jungfraubahnen planmässig, erfolge vor der neuen Wintersaison die Abnahme durch das Bundesamt für Verkehr. Dieses werde die technischen Unterlagen sowie die Anlage vor Ort prüfen: «Verläuft die Abnahme positiv, erhalten die Jungfraubahnen für die Sesselbahn Fallboden eine neue Betriebsbewilligung und die Sesselbahn kann zum Beginn der Wintersaison 2008/2009 ihren Betrieb wieder aufnehmen.»

Kosten- und Versicherungsfragen
Gesamthaft kosten die Reparaturarbeiten und die Umsetzung all dieser Massnahmen nach Angaben der Jungfraubahnen zwischen 250 000 und 300 000 Franken. Bei dem Unfall seien 75 Personen evakuiert worden: «Sie wurden später von den Jungfraubahnen persönlich angeschrieben. In dem Brief erhielten sie auch Angaben zu Versicherungsfragen. Alle Anfragen wurden rasch und kulant behandelt.»

Angaben zur Sesselbahn Fallboden
Die Sesselbahn Fallboden erhielt laut der Medienmitteilung ihre erste Konzession 1982. Im Jahr 2002 sei die Sesselbahn von einer Dreier- auf eine Zweiersesselbahn umgebaut worden: «2002 erteilte das Bundesamt für Verkehr die Konzession bis zum 31. Oktober 2022. Die Betriebsbewilligung wurde 2005 für die Dauer der Konzession, also ebenfalls bis 2022, verlängert.» Die Sesselbahn habe eine Förderleistung von 1050 Personen pro Stunde und eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 2,3 Meter in der Sekunde . Die Länge der Sesselbahn wird mit 1493 Meter angegeben: «Der höchste Mast ist 14 Meter hoch. Die Bahn wurde von der Firma Küpfer als Dreiersesselbahn gebaut. Den Umbau und die Renovation 2002 wurde von der Garaventa AG durchgeführt. Die Bahn verfügt über 190 Sessel und 17 Masten.»
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