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Sonntag 3. August 2008
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Erfolgreicher erster Oberländer Festungstag

Grosses Interesse an vier ehemals geheimen Militäranlagen links und rechts des Thunersees: Am Samstag 2. August 2008 besichtigten am erstmals veranstalteten gemeinsamen Oberländer Festungstag in allen Anlagen zusammengezählt 1400 Besucher den Kommandoposten Heinrich, das Festungsmuseum Faulensee, das Infanteriewerk Fischbalmen kurz vor Interlaken und das Artilleriewerk Waldbrand in Beatenberg.

Grossandrang: Beim Artilleriewerk Waldbrand gab es sogar Wartezeiten für die Führungen. (Bild zvg)

pd/bns. «Damit könnte durchaus dieser Festungstag auch im nächsten Jahr eine Wiederholung erfahren», heisst es in einer Medienmitteilung. Mitgemacht haben laut den Veranstaltern folgende Anlagen respektive deren Betreiber/Besitzer:

Kommandoposten Heinrich. Die ehemalige Kommandoanlage im Hondrichhügel gehört Privatpersonen, wird jedoch vom Festungsverein Hondrich betrieben. Der Hauptstollen ist über 300 Meter lang und verbindet die früheren Beobachtungsstände mit den Kommandoräumen, der Unterkunft und den technischen Räumen. Gebaut wurde der Kommandoposten Heinrich ab dem Jahr 1941, später erfolgten Ausbauten und Modernisierungen. Im September 2008 erscheint ein Buch über die Geschichte der Anlage. – Informationen: www.festung-heinrich.ch

Festungsmuseum Faulensee. Eine Stiftung hat dieses spezielle Artilleriewerk erworben und ein Museum daraus gemacht. Die vier einzeln stehenden Bunker mit je einer 10,5-Zentimeter-Kanone sind perfekt als Scheunen getarnt und fallen kaum im Ortsbild auf. Sie sind durch einen unterirdischen Stollen miteinander verbunden, vorhanden sind auch einfache Unterkünfte und eine Küche. Im Jahr 1993 wurde die Anlage ausgemustert. – Informationen: www.artilleriewerk-faulensee.ch

Infanteriewerk Fischbalmen. Dieses Sperrwerk in der Beatenbucht kurz vor Interlaken gehört der Offiziersgesellschaft Interlaken. Ausgerüstet mit einem Maschinengewehr und einer Neunzentimeter-Panzerabwehrkanone sollte an dieser Stelle der Feind aus Richtung Thun auf der Strasse gestoppt werden. Das Felsenwerk – erstellt 1941/42 – zeigt eine typische Bauweise, wie sie an vielen Orten in der Schweiz zu finden ist.

Artilleriewerk Waldbrand: Diese grosse Anlage liegt in Beatenberg. Ausgerüstet war sie mit acht 10,5-Zentimeter-Geschützen mit Schussrichtung Thun. Bis zur Armee 95 wurde die Festung betrieben, rund 450 Mann waren dort eingeteilt. Heute ist das weitverzweigte Artilleriewerk in Privatbesitz und wird schrittweise zu einem Museum umfunktioniert. – Informationen zu Festungen im Berner Oberland www.festung-oberland.ch
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