| Gripen-Erprobung mit Lärmmessungen in Emmen und Meiringen Die Erprobung des ersten Kandidaten für den Tiger-Teilersatz (TTE) ist seit letzten Dienstag abgeschlossen. In den letzten drei Wochen erfolgte mit der schwedischen Gripen die geplante Flug- und Bodenerprobung ab dem Militärflugplatz Emmen. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) führte anlässlich der Erprobung Lärmmessungen in Emmen und Meiringen durch, deren Resultate ebenfalls in die Evaluation einfliessen werden.
pd/bns. Die Evaluation wurde laut einer Medienmitteilung durch die Armasuisse geleitet und zusammen mit der Luftwaffe durchgeführt. Die Armasuisse ist als Beschaffungs- und Technologiezentrum des VBS zuständig für Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beschaffung, Instandhaltung und Liquidation von Material und Bauten der Armee sowie weiterer Kunden. Die Flug- und Bodenerprobungen des ersten Kandidaten, der schwedischen Gripen, begannen nach Angaben des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am 28. Juli und zählten rund 30 Flüge. Die dabei rund 35 geflogenen Stunden seien auf Piloten der Armasuisse und der Luftwaffe aufgeteilt worden. Der Gripen sollen die französische Dassault Rafale im Oktober und anschliessend die EADS Eurofighter folgen: «Die Flug- und Bodenerprobungen finden Anfang Dezember ihr Ende.»
Die Flug- und Bodenerprobungen bildeten einen zentralen Eckpfeiler im gesamten Evaluationsprozess, verlautet dazu: Die Luftwaffe habe die Evaluation mit jeweils rund 50 Einsätzen von F-5E/F und F/A-18C/D zur Zieldarstellung und für den Verbandsflug unterstützt: «Es wurden ebenfalls Nacht- und Überschallflüge durchgeführt.» Die Flüge im Rahmen der Evaluation seien Bestandteil der bestehenden Flugkontingente und hätten zu keinem zusätzlichen Flugaufkommen auf den entsprechenden Flugplätzen geführt.– Die Zeitfenster der weiteren Flugversuche in der Schweiz: Dassault Rafale 13. Oktober. bis 7. November 2008 und EADS Eurofighter 10. November bis 5. Dezember 2008.
Nach Abschluss der Flug- und Bodenerprobung und der parallel dazu laufenden Auswertung der ersten Offerte sollen laut der Medienmitteilung die gesammelten Daten ausgewertet und die Hersteller zum Einreichen einer zweiten Offerte eingeladen werden. Nach Abgabe der Offerte und des anschliessenden Evaluationsberichtes im Mai 2009 ist die Typenwahl im Juli 2009 geplant.
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