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11. Inferno-Triathlon: Olaf Sabatschus und Nina Brenn

Der 11. Inferno Triathlon von Thun (560 Meter über Normalnull) auf das Schilthorn (2970 Meter über Normalnull) ist von dem Deutschen Olaf Sabatschus vor seinem topfavorisierten Landsmann Marc Pschebizin gewonnen worden. Bei den Frauen siegte überlegen Nina Brenn aus Zürich.

Durchfahrt in Goldswil. (Bilder Dora Schmid-Zürcher)

pd/bns. Bei vorerst optimalen Wettkampf- und Wetterbedingungen startete das mit 330 Teilnehmern ausgebuchte Startfeld pünktlich um 6.30 Uhr. Mit dabei Topfavorit und siebenmaliger Sieger Marc Pschebizin aus Deutschland. Für einmal aber stand ein anderer zuoberst auf dem Podest. Olaf Sabatschus landete bei seiner ersten Teilnahme gleich einen Sieg. Mit eindrücklicher Überlegenheit dominierte die Vizesiegerin des Vorjahres, Nina Brenn aus Zürich, die Frauenkonkurrenz. – Bei Wassertemperaturen von 17 Grad stieg Marc Pschebizin als fünfter, kurz nach dem im Vorfeld gehandelten Mitfavoriten und Inferno-Debütanten Olaf Sabatschus (D) aus dem Thunersee. Sabatschus, auf verschiedensten Ironman-Siegerpodesten ein alter Bekannter, schonte sich auf dem Roadbike noch etwas. Praktisch gleichauf mit dem Vorjahressieger, mit nur sieben Sekunden Vorsprung, fuhr er in der Wechselzone am Fusse des Eigers ein. Mit einem Mitstreiter, der «Mister Inferno» Marc Pschebizin tatsächlich das Wasser reichen konnte, waren die Weichen für ein spannendes Rennen gestellt. Den beiden dicht am Hinterrad folgte der Neuseeländer Axel Reiser, kein Unbekannter in den Topten des Inferno-Triathlons. Erwartungsgemäss gab sich Seriensieger Pschebizin nicht so einfach geschlagen. Dennoch hatte auf dem Mountainbike zuerst noch Sabatschus die Nase vorn. Auf der Abfahrt von der Kleinen Scheidegg nach Lauterbrunnen gelang es Pschebizin seinen Rückstand von rund sechs Minuten wieder aufzuholen. Er, dem der Ruf, ein Spitzenläufer zu sein, vorauseilte, wollte nun alles klarmachen. Nicht zum ersten Mal aber an diesem Tag, war sein Landsmann bergauf einfach stärker. Vielleicht hatte der Titelfavorit noch seinen Sieg am Embrunman in den französischen Alpen in den Beinen, vielleicht aber war es einfach nur das Wettkampfglück, das diesmal einem anderen lachen wollte.

Inferno-Triathlon-Rennleiter Jan Cermak.

Bereits beim Aufstieg nach Mürren, sah Pschebizin nur noch die Fersen seines Vordermannes. Bis zum Ziel auf dem Schilthorn gelang es dem Vorjahressieger nicht mehr, das Blatt noch einmal zu wenden. Olaf Sabatschus nahm seinem härtesten Konkurrenten mit einer Siegeszeit von 8:53.17 im Ziel schliesslich eine knappe Viertelstunde ab: «Ich habe nur 90 Prozent gegeben», meinte ein stolzer und selbstbewusster Sieger. Mit einer Zeit 9:16.18 beendete als Dritter ebenfalls ein Deutscher, Andreas Wolpert, das Rennen. Von Thun bis aufs Schilthorn trug er den Ring mit sich, mit dem er unter dem Zielbogen seiner langjährigen Lebenspartnerin einen Heiratsantrag machte – ein infernalisch schönes Happyend.

Nina Brenn klar überlegen
Bei den Triathletinnen indessen liess die Vorjahreszweite Nina Brenn (10.02.58) nichts anbrennen. Mit einem Vorsprung von rund fünfundvierzig Minuten auf Andrea Huser (10:49.48) demonstrierte die Zürcherin ihre klare Überlegenheit und landete einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Überglücklich schloss sie beim Zieleinlauf ihre Familie in die Arme und fand keine Worte. Von Thun bis zum Schilthorn gab sie alles, schonte sich keine Sekunde, da sie nie genau wusste, wie gross ihr Vorsprung tatsächlich war. Mit einer Plazierung in den Topten der Frauen gelang der ehemaligen Spitzenläuferin Anita Weyermann ein beachtliches Triathlon-Debüt.

Wetterumschlag
War das Wetter am Vormittag noch viel besser als prognostiziert, schlug ein Tief am Nachmittag zu. Die Athleten hatten in den oberen Lagen des Rennens mit Schneeregen, starken Winden und Temperaturen um 0 Grad Celsius zu kämpfen. Um 17.15 Uhr sahen sich die Organisatoren gezwungen, den Zieleinlauf zur Mittelstation Birg hinunter zu verlegen, eine halbe Stunde später konnte das Rennen nur noch bis nach Mürren fortgeführt werden.

Aus der Schlussrangliste, Männer: 1. Sabatschos Olaf, D-Treusdorf 8:53.17. 2. Pschebizin Marc, D-Wittlich 9:07.05. 3. Wolpert Andreas, D-Ellwangen 9:16.18. 4. Reiser Axel, NZL-Christchurch 9:23.14. 5. Schifferle Mike, Ballwil 9:32.38. 6. Ruhstaller Adrian, Magglingen 9:39.16. 7. Scheurer Roland, Goldswil 9:48.22. 8. Baumgartner Reto, Stettlen 9:50.19. 9. Marti Reto, Baar 9:51.36. 10. Stuker Florian, Stettlen 9:52.33. – Frauen: 1. Brenn Nina, Zürich 10:02.58. 2. Huser Andrea, Zürich 10:34.14. 3. Bracher Barbara, Thun 11:14.48. Ziel Birg: 4. Bühler Karin, Rüti ZH 10:51.49. 5. Bürger Alexandra, Spiegel bei Bern 11:06.23. 6. Müller Angela, Gelterkinden 11:09.14. 7. Weyermann Anita, Gümmligen 11:20.39.

Detaillierte Ranglisten bei Datasport

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