Neue Bücher zum Kanton Bern in Interlaken vorgestellt
An einer Vernissage in Interlaken sind drei neue Bände im «Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz» – Band Jura Bernois et Bienne und die beiden Bücher zum Berner Oberland – vorgestellt worden.
pd/bns. Der Direktor des Bundesamtes für Kultur, Jean-Frédéric Jauslin, übergab laut einer Medienmitteilung am Mittwoch im Casino-Kursaal Interlaken die drei Bände dem Vorsteher des Amtes für Kultur des Kantons Bern, François Wasserfallen. Im Oberland seien 34 Orte als solche von nationaler Bedeutung eingestuft worden, verlautet im einzelnen: Eine Stadt (Thun), eine Kleinstadt (Unterseen), fünf verstädterte Dörfer, darunter Brienz und Meiringen, zwölf Dörfer und zehn Weiler sowie fünf Spezialfälle. Der Band Jura Bernois et Bienne umfasse die Inventare der 20 Orte mit nationaler Bedeutung, eine Stadt (Biel), eine Kleinstadt (La Neuveville), vier verstädterte Dörfer, zehn Dörfer, zwei Weiler und zwei Spezialfälle.
Seit rund 30 Jahren erstelle eine Gruppe von Fachleuten im Auftrag des Bundesamtes für Kultur ein Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), wird in der Medienmitteilung erinnert: «Dieses Inventar leistet einen konkreten Beitrag zur Erfassung unserer baulichen Kultur, unserer Städte und Dörfer und zur Erhaltung unseres Lebensraums. Es erfasst die besonders wertvollen Siedlungen der Schweiz, untersucht sie nach klaren Kriterien und wertet sie. Ebenso ermöglicht es interessante Einblicke in die Siedlungsentwicklung und das Siedlungsgefüge und gibt Hinweise zu möglichen Weiterentwicklungen. Das Inventar ist somit eine wichtige Planungsgrundlage für den Bund, die Kantone und die Gemeinden.»
Das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz beruhe auf dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz wie auch das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung und das Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz. Das ISOS lege klare Wertungskriterien und -aussagen fest, die bei der Beurteilung von Massnahmen im Ortsbild unentbehrliche Hilfsmittel seien. Für alle, die ein Interesse an ihrem Wohnort und an den Sehenswürdigkeiten in ihrer Region hätten, böten die ISOS- Publikationen ein umfangreiches Anschauungsmaterial.
«Nach Abschluss des ISOS werden gut 1250 Orte in der Schweiz nationale Bedeutung haben, nicht weniger als 181 liegen im Bernbiet, also fast 15 Prozent», heisst es in der Medienmitteilung: «Sie wurden zwischen 1975 und 1984 qualifiziert, 1987 erfolgte eine erste und 1993 eine zweite Revision der Einstufungen.» Nach entsprechendem Vernehmlassungsverfahren zwischen Bund und Kanton habe der Bundesrat gemäss dem Natur- und Heimatschutzgesetz vom 1. Juli 1966 das Inventar samt seinen Ergänzungen endgültig auf 1. Januar in Kraft gesetzt.
Bestellungen. Die drei neuen Bände des Kantons Bern – wie auch die bereits publizierten – können online unter www.isos.ch und www.bundespublikationen.admin.ch bestellt werden. Der Übersichtsband und der Band Seeland sind bereits im November 1999, der Band Bern-Land im August 2000 vorgestellt worden. Den Band zur Stadt Bern hat der Berner Stadtpräsident im September 2006 in Empfang genommen.
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