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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Montag 11. August 2008
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Fusion von Ringgenberg und Niederried andiskutiert

Das Thema einer Fusion von Ringgenberg und Niederried ist erstmals auf der Führungsebene beider Gemeinden andiskutiert worden. Es gilt nun, als nächstes die möglichen Konsequenzen einer Gemeindefusion gründlich auszuleuchten und – wahrscheinlich – zuhanden konsultativer Abstimmungen in beiden Gemeinden möglichst detailliert aufzulisten.

Nachdem die Gemeinden Niederried und Ringgenberg bereits in vielen Bereichen, zum Beispiel der AHV, dem Schulwesen, Forst und Feuerwehr, gleiche Kirchgemeinde und anderes mehr, eng und mit Erfolg zusammenarbeiten, wurde nun der Gedanke einer Gemeindefusion erstmals vom Gemeinderat Niederried in den Gemeinderat Ringgenberg getragen. «Allerdings muss sicherlich mit einem längeren Prozess gerechnet werden», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Gemeinderäte von Ringgenberg und Niederried

Beschwerden gegen den Kreditbeschluss für die Sanierung der Gemeindeverwaltung Ringgenberg

Gegen den durch die Ringgenberger Gemeindeversammlung bewilligten Kredit von rund 1,1 Millionen Franken für die Sanierung der Gemeindeverwaltung sind fristgerecht von zwei Versammlungsteilnehmern Beschwerden eingereicht worden. Über die Beschwerden wird der Regierungsstatthalter von Interlaken zu befinden haben.
Gemeindeschreiber Peter Riesen, Ringgenberg
Die Beschwerdeführer rügen vor allem Verfahrensfehler und dürften damit kaum Aussicht auf Erfolg haben, da sie ihrer Rügepflicht an der Versammlung selber nicht nachgekommen sind.

Probleme mit dem Kanalisationsanschluss Niederried
Der Kanalisationsanschluss beziehungsweise -zusammenschluss mit Niederried verursacht leider im Gebiet Schöpfli–Säge–Buswendeplatz bei den Schächten recht starke Geruchsimmissionen. Abklärungen wurden eingeleitet und bereits sind erste Massnahmen getroffen worden. Durch den Einsatz von chemischen Mitteln, die die Schwefelbildung verhindern sollen, könnten der Gemeinde Niederried recht erhebliche Betriebsmehrkosten entstehen.

Probleme bei Brätelstellen
Leider geben die öffentlichen Brätelstellen in der Heiterrüti und am See, im sogenannten Seegärtli, immer wieder zu Reklamationen aus der Bevölkerung Anlass. In der Heiterrüti wurde kürzlich eine enorme Sauerei hinterlassen. Hier konnten die Fehlbaren eruiert und zur Schadensbehebung angehalten werden.

Trottoir Säge–Niederried
Das Trottoir zwischen der Säge bis Niederried darf bekanntlich auch durch Velofahrer benützt werden. Am Sagistutz soll es in letzter Zeit wiederholt zu Fastzusammenstössen gekommen sein. Zu Beginn des Schuljahres sollen die Schüler aus Niederried zu vermehrter Rücksicht gegenüber den Fussgängern angehalten werden.

Fahrverbot auf den Uferwegen
Das allgemeine Fahrverbot auf dem neu eröffneten Uferweg wird leider laufend missachtet. Diesem Missstand soll durch vermehrte Kontrollen, und nötigenfalls auch Anzeigen, begegnet werden.

Rücksichtslose Hundehalter
Auch die Gebotstafel «Hunde sind an der Leine zu führen» wird leider viel zu wenig beachtet. Die Hunde streunen durch die privaten Parzellen der Anstösser und «versäubern» im Landwirtschaftsland. Schade – müssen für rücksichtslose Hundehalter wirklich die Steuerzahler und die Benützer der wunderschönen Wege büssen, die sich an die Regeln halten? Sollten die Reklamationen nämlich anhalten, müssten die Wege wohl vollständig abgezäunt werden. Hier ist zu hoffen, dass fehlbare Hundehalter auch durch Privatpersonen angesprochen und auf ihr Fehlverhalten und die möglichen Konsequenzen hingewiesen werden. Ansonsten werden die vorher beschriebenen Massnahmen zum Schutze des Privateigentums und der landwirtschaftlichen Bewirtschafter wohl kaum zu umgehen sein.

Arbeitsvergebungen
Die folgenden Arbeiten konnten vergeben werden:
–  Erschliessung (Optimierung) Hagen: Baumeisterarbeiten an Nufer Anderegg Bau AG, Belagsarbeiten an Implenia AG.
–  Sanierungsarbeiten an verschiedenen Furten der Waldstrassen an Samuel Zurbuchen, Ringgenberg.
–  Neuer Geschiebesammler und Sanierung der Strassenquerung Bärenlochgraben an Nufer Anderegg Bau AG.

Abrechnung Gefahrenkarte genehmigt
Die Abrechnung über die Gefahrenkarte Ringgenberg-Goldswil schliesst rund 9000 Franken unter dem bewilligten Kredit von 71 000 Franken ab. Dank den recht hohen Subventionen entstanden der Gemeinde Nettokosten von lediglich etwas über 3000 Franken.

Brennholzpreise leicht erhöht
Die Brennholzpreise wurden per 1. Juli 2008 leicht angehoben, der Teuerung angepasst. So kostet beispielsweise der Ster Buchenbrennholz «grün», gespaltet, neu 90 statt wie bisher 85 Franken.

Personelles
Sandra Bodack, Verwaltung, und Christoph Furler, Betriebspraktiker beim Baudienst, haben ihre Lehren bei der Gemeinde mit gutem Erfolg abgeschlossen. Herzliche Gratulation.
Christohp Furler wird als Betriebspraktiker noch befristet bis Ende Oktober 2008 weiterbeschäftigt. Auf der Verwaltung hat am 4. August 2008 Maria Luchs aus Brienz ihre dreijährige Lehre angetreten.
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