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Samstag 16. August 2008
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Schub für nachhaltige Projekte im Oberhasli

Die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» unterstützt auch im dritten Jahr ihres Bestehens Projekte, die der nachhaltigen Entwicklung der Region dienen sollen. Die Arbeitsgruppe «Partnerschaft KWO-Oberhasli» steht vor einer personellen Änderung: Anstelle von Albin Rüger wird neu Nils Glatthard die touristische Perspektive einbringen.

pd/bns. Die Projekte im Jahr 2008 sind laut einer Medienmitteilung die Tagesschule Guttannen, ein Projektwettbewerb für ein neues Dorfzentrum in Innertkirchen, eine Seilbahnstütze im Seilbahner-Ausbildungszentrum in Meiringen, ein Projekt für Gadmer Dekorationsobjekte sowie die Dorfchronik Innertkirchen. Der für das Jahr 2008 zur Verfügung stehende Betrag von 200 000 Franken sei damit ausgeschöpft: «Projektideen und -anregungen für das nächste Jahr nehmen die Mitglieder der Arbeitsgruppe gerne entgegen.»

«Nachhaltige Entwicklung fördern»
Die Partnerschaft KWO-Oberhasli gehe auf eine Absichtserklärung zurück, welche die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) im Mai 2005 gegenüber der Region – vertreten durch die Landsgemeinde – abgegeben habe, wird in der Medienmitteilung erinnert: «Ziel ist, die nachhaltige Entwicklung – wirtschaftlich, gesellschaftlich, ökologisch – des Oberhaslis zu fördern. Operatives Zentrum dieser Partnerschaft ist eine Arbeitsgruppe, die geeignete Projekt identifiziert und über deren Unterstützung entscheidet.» Die aus Vertretern der Region und der KWO zusammengesetzte Arbeitgruppe sei überzeugt, dass die ausgewählten Projekte alle auf ihre Art zur nachhaltigen Entwicklung des Oberhasli beitragen. – Die Arbeitsgruppe «Partnerschaft KWO-Oberhasli» setzt sich wie folgt zusammen: Barbara Kehrli-Maurer, Gadmen. Liselotte Rufibach, Guttannen. Beat Kehrli, Hasliberg. Simon Winterberger, SAC Oberhasli. Albin Rüger, neu Nils Glatthard, Haslital Tourismus. Gianni Biasiutti, KWO. Max Ursin, KWO. Walter Brog, KWO. Martin Tschirren, KWO (Sekretär).

Die unterstützten Projekte im einzelnen
Tagesschule Guttannen. Für ein Bergdorf wie Guttannen hat eine Schule im Dorf eine grosse Bedeutung. Gleichzeitig machen rückläufige Schülerzahlen den Erhalt einer Schule immer schwieriger. In Guttannen entwickelte die Schulkommission ein ab August 2007 umgesetztes Tagesschulkonzept. Da mit der Umsetzung der neuen Schulform vor allem in der Anfangsphase verschiedene Kosten verbunden sind, wandte sich die Schulkommission an die «Partnerschaft KWO-Oberhasli». Beeindruckt vom Guttanner Engagement unterstützt die Partnerschaft die Startphase der Tagesschule Guttannen mit 40 000 Franken.

Architekturwettbewerb für ein Dorfzentrum Innertkirchen. Auch in Zukunft soll Innertkirchen attraktive Einkaufsmöglichkeiten für Einheimische und Touristen bieten. Dies ist das Ziel einer initiativen Gruppe, die gemeinsam mit der Gemeinde die Idee eines multifunktionalen Dorfzentrums in Innertkirchen entwickelt hat. Es soll unter anderem einen Volg, Verkaufsmöglichkeiten für regionale Produkte, Toiletten, die touristische Informationsstelle sowie einen multifunktionalen Raum enthalten. Das Gebäude soll zu einer architektonischen Landmarke werden und im Raum zwischen der Post und dem KWO-Werkhof entstehen. Für den Architekturwettbewerb, der im Herbst 2008 lanciert wird, leistet die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» einen Beitrag von 50 000 Franken.

Seilbahnstütze im SBS-Ausbildungszentrum in Meiringen. Im Jahr 2006 nahm in Meiringen das Ausbildungszentrum Seilbahnen Schweiz (SBS) seinen Betrieb auf. Seither haben nicht nur mehrere Dutzend Lehrlinge ihr Rüstzeug für den Beruf des Seilbahners erhalten, sondern es wurden auch zahlreiche Weiterbildungskurse im Bereich Seilbahnen und alpine Rettung durchgeführt. Um das Ausbildungsangebot zu erweitern, plant das SBS-Ausbildungszentrum den Bau einer Seilbahnstütze, die unter anderem die Simulation der Rettung am hängenden Seil ermöglichen wird. Die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» unterstützt dieses ausgezeichnete Projekt mit 95 000 Franken.

Gadmer Dekorationsobjekte. Scheinbar wertlose Gegenstände neu zusammenstellen und diese Geschichte erzählen lassen: Das will das Jugendprojekt «Qualifutura» mit Fundobjekten und Rohstoffen aus dem Gadmental (Altholz, Steine und so weiter), die zu Dekorationsobjekten für Privathaushalte und/oder die Gastronomie verarbeitet werden. Damit verbunden sollen Geschichte und Geschichten des Gadmentals vermittelt werden. «Qualifutura will damit einen neuen Tätigkeitsbereich für die in diesem Jugendprojekt tätigen Jugendlichen schaffen. Die Unterstützung durch die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» beläuft sich auf 10 000 Franken.»

Dorfchronik Innertkirchen. Ausgehend von den Bäuertgemeinden und Alpgenossenschaften – den Vorläufern der heutigen Einwohnergemeinde – verfasste der ehemalige Innertkirchner Gemeindepräsident Albert Zybach eine Dorfchronik über Innertkirchen. Die «Partnerschaft KWO-Oberhasli» unterstützt die Publikation dieses Werks mit 5000 Franken.
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