Die Arbeitslosenzahl ist deutlich gestiegen
Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern ist im November 2008 um 1132 auf 10 031 gestiegen (Schweiz +7181 auf 107 652). Trotz dieser Entwicklung sank die Jugendarbeitslosigkeit noch einmal leicht.
pd/bns. Die Arbeitslosenquote stieg laut einer Medienmitteilung von 1,7 auf 1,9 Prozent, das schweizerische Mittel von 2,5 auf neu 2,7 Prozent. Die Zahl der Stellensuchenden stieg um 1256 auf 15 298. In 25 von 26 bernischen Amtsbezirken stieg die Zahl der Arbeitslosen. Die höchste Quote verzeichnete der Amtsbezirk Biel mit 3,4 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Amtsbezirk Signau mit 0,8 Prozent. Die stärkste Zunahme verzeichnete der Amtsbezirk Bern (+324 auf 3254 Personen oder 2,4 Prozent) – Tabelle Arbeitslosigkeit nach Amtsbezirken November 2008 (PDF, 17 kB).
Die Arbeitslosigkeit nahm im November aus saisonalen und konjunkturellen Gründen deutlich zu (+1132 Personen). Letztmals geschah eine vergleichbare Zunahme im Dezember 2002 (+1017 Personen). Die stärkste Zunahme verzeichnete die Altersgruppe 25 bis 49 Jahre (+733 auf 5950 Personen), gefolgt von den 15 bis 24jährigen (+213 auf 1919 Personen). Bei den Personen über 50 Jahre stieg die Zahl um 186 auf 2162. Bei der Jugendarbeitslosigkeit waren noch immer Rückgänge zu verzeichnen (Lehrlinge –33 auf 305, Schüler und Studenten –4 auf 277 Jugendliche).
Neben der saisonalen Entwicklung (früher Kälteeinbruch) ist eine generelle Zunahme in fast allen Branchen festzustellen. Am deutlichsten ist die Zunahme im Bereich Immobilien, Vermietung, Informatik mit dem Personalverleih (+292 auf 1607 Personen), im Baugewerbe (+261 auf 760 Personen) und im Gastgewerbe (+173 auf 1265 Personen). Auch im Handel hat die Arbeitslosenzahl deutlich zugenommen (+130 auf 1378).
Bei den Männern stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 919 (+20,1 Prozent) auf 5494, bei den Frauen stieg sie um 213 (+4,9 Prozent) auf 4537. Mit 6262 Personen waren 670 Schweizer mehr arbeitslos als im Vormonat. Bei den Ausländern stieg die Zahl um 462 auf 3769.
Von den 15 298 Stellensuchenden (+1256 oder +8,9 Prozent) gingen 2921 Personen (+54) einer bezahlten Arbeit im Sinne eines Zwischenverdienstes nach. 916 Personen (+25) nahmen an einem Beschäftigungsprogramm teil und 259 (–21) aller Stellensuchenden absolvierten eine Weiterbildung beziehungsweise Umschulung, die länger als einen Monat dauerte. Gemessen am Total der Stellensuchenden waren 19,1 Prozent (Vormonat 20,4) in einem Zwischenverdienst. 6,0 Prozent (Vormonat 6,3) absolvierten ein Beschäftigungsprogramm und 1,7 Prozent (Vormonat 2,0) eine Weiterbildung.
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