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Freitag 5. Dezember 2008
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Ab Mitte Oktober kann es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News von voraussichtlich jeweils zwei bis drei Tagen kommen. Der Grund: Die vor zwei Jahren transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen noch nicht genau definierten Grades und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.


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Grindelwald: Abflussstollen für den Gletschersee

Mit dem Bau eines Abflussstollens soll der See auf dem unteren Grindelwaldgletscher einen künstlichen Überlauf erhalten. Die Gesamtkosten betragen rund 15 Millionen Franken. Der Stollen wird seine Schutzwirkung frühestens gegen Ende 2009 entfalten.

pd/bns. Der geplante Stollen beginnt laut einer Mediendokumentation ausgangs der Gletscherschlucht und soll auf der Seite des Mättenbergs im Fels bis hinauf zum Gletschersee gebaut werden. Der Stollen habe eine Länge von gut zwei Kilometer und soll so dimensioniert werden, dass er neben der Entwässerung des Gletschersees auch für die Fahrt schwerer Baumaschinen zum Gletschersee hinauf dienen könne: «Der Einlauf in den Stollen wird im Seebecken so positioniert, dass das Seevolumen maximal auf 500 000 Kubikmeter ansteigen kann. Beim Ausbruch eines solchen Volumens ist nicht mit Schäden entlang der Lütschine zu rechnen.»

Bewilligungsverfahren eingeleitet
«Die zuständigen Stellen von Kanton und Gemeinde haben das Bewilligungsverfahren für den Bau des Stollens eingeleitet», verlautet im weiteren: «Am 12. Dezember beginnt die verkürzte zehntägige öffentliche Auflage des beschleunigten Wasserbauplanverfahrens. Das Projekt kann in dieser Zeit auf der Gemeindeverwaltung Grindelwald eingesehen werden. Dank des beschleunigten Verfahrens wird die Wasserbauplangenehmigung und Baubewilligung für das Projekt voraussichtlich bereits Ende Januar 2009 vorliegen, sofern keine wesentlichen Einsprachen dagegen eingehen. Falls die parallel laufende Detailprojektierung des Stollens nicht unerwartete technische Schwierigkeiten aufzeigen wird und die Finanzierung durch die Schwellenkorporation, den Kanton und den Bund sichergestellt werden kann, wird die Schwellenkorporation Grindelwald anschliessend mit den Bauarbeiten so rasch wie möglich beginnen. Die Bauzeit wird auf rund zehn Monate geschätzt. Der Stollen wird seine Schutzwirkung vor Gletscherseehochwassern somit frühestens gegen Ende 2009 entfalten. Ein Ausbruch des Gletschersees könnte deshalb im Jahr 2009 nochmals Hochwasser verursachen. Darum sind die Gemeinde- und das Bezirksführungsorgan unter Leitung des Regierungsstatthalters am Verfeinern der Alarmierungs- und Interventionskonzepte.» Dem

Stollen den Vorzug gegeben

Im Oktober 2008 habe die bernische Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer den Bau von Schutzmassnahmen gegen die vom Gletschersee in Grindelwald ausgehende Gefahr angekündigt, wird in der Dokumentation erinnert: «Nachdem mehrere nicht realisierbare Ideen verworfen werden mussten, standen zwei Varianten im Vordergrund: Ein Stollen zur Schaffung eines künstlichen Überlaufs im See und ein Rückhalte- und Dosierbecken im hinteren Talgrund von Grindelwald. Das Becken würde die Wassermassen auffangen und dosiert in die Lütschine abgeben.» Rund 20 Fachleute hätten an einem Workshop Ende November dem Stollen klar den Vorzug gegeben: «Sie empfehlen, diese Variante weiter zu verfolgen.» Ausschlaggebend für diesen Entscheid seien folgende Gründe gewesen:
–  Selbst sehr grosse Rückhaltebecken haben eine deutlich kleinere Wirkung.
–  Die Bauarbeiten für das Rückhaltebecken wären mit grossen Gefahren (Steinschlag, Eisabbrüche) verbunden. Gebaut werden könnte zudem nur im Sommer.
–  Der Stollen funktioniert zuverlässiger und kann sich besser auf sich verändernde Rahmenbedingungen anpassen.
–  Der Stollenbau ist ein geringerer Eingriff in die Landschaft als der Bau eines Rückhaltebeckens.
–  Das Bewilligungsverfahren für den Stollen ist einfacher. Das Projekt kann rasch realisiert werden.

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