Kanalisationssanierung in Interlaken und Matten
Mit einem voraussichtlichen Kostenaufwand von insgesamt gut 16 Millionen Franken soll die Kanalisation in Matten und in Interlaken saniert werden.
pd/bns. Im Rahmen der Generellen Entwässerungsprojekte (GEP) der Gemeinden Interlaken und Matten wurden laut einer Medienmitteilung die hydraulischen Berechnungen der Leitungsnetze beider Gemeinden überprüft: «Die Berechnung zeigt auf, dass die Mattenhauptleitung überlastet ist und für künftige Hochwasser nicht ausreichende Kapazität aufweist. Bedingt durch die übermässige Zuflussmenge wird dem Schiffahrtskanal, über das Regenklärbecken ‹Lütscheren›, eine zu grosse Abwassermenge zugeleitet. Aufgrund der GEP-Berechnung und in Kenntnis der periodischen Rückstauereignisse sind die Sanierungsmöglichkeiten durch das Ingenieurteam projekt- und kostenmässig bearbeitet worden. Resultierend aus den umfangreichen Variantenvergleichen werden als Vorprojekte die nötigen Sanierungsmassnahmen umschrieben.»
Der Kostenaufwand für die Sanierung in der Gemeinde Matten mit 13,22 Millionen Franken veranschlagt: Neue Entlastungsleitung als Sauberwasserleitung ausgelegt ab Vereinigungsbauwerk Hauptstrasse/Tellweg bis Schiffahrtskanal (Lütscheren). Neues Regenklärbecken, der Entlastungsleitung vorgebaut, im Gebiet Tellweg/‹Büünda›. – Gemeinde Interlaken (veranschlagter Kostenaufwand 3,06 eventuell 351 Millionen Franken): Ausbau des bestehenden Leitungsabschnittes ab Rugenparkstrasse/Bahnquerung bis zum Regenklärbecken ‹Lütscheren› beim Schiffahrtskanal (Parallelleitung zum bestehenden Hauptkanal Matten).Ausbau Trennbauwerk und Regenklärbecken falls nötig, nach biologischer Beurteilung des Schiffahrtkanals.
«Die umfangreichen Sanierungsmassnahmen der über 40jährigen Leitungen sollen unverzüglich eingeleitet werden», heisst es dazu. Die Gemeinde Interlaken werde die Ingenieursubmission für die Detailprojekte Ende 2008/Anfang 2009 ausschreiben. Die Realisierung sei auf Herbst 2009 bis Mitte 2010 vorgesehen. Für das «Generationenbauwerk» der Gemeinde Matten sollen vorerst die Finanzierungsmöglichkeiten geklärt werden, damit ab Frühjahr 2009 die Projektierungsaufträge formuliert werden könnten: «Die Realisierungschritte werden nach erfolgter Planauflage mit den betroffenen Grundeigentümern abgesprochen.»
Beide Gemeinderäte hätten entsprechend ihrer Kompetenz und in Erwartung der grossen Bauaufgaben die Abwassergebühren (Grund- und Verbrauchsgebühren) per 2009 erhöht, wird in der Medienmitteilung abschliessend bemerkt: «Die Neuanlagen müssen verursachergerecht über die Spezialfinanzierung ‹Abwasserentsorgung› finanziert werden.»
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