| Keine Betriebsbewilligung für Grindelwalder Skibar Aus Gründen der Sicherheit lehnt der Regierungsstatthalter des Amtsbezirks Interlaken ein erneut gestelltes Gesuch um Erneuerung der Betriebsbewilligung für die am 5. März 2008 durch eine Lawine beschädigte Gemsbergbar in Grindelwald ab.
pd/bns. «Bekanntlich ging am 5. März 2008 im fraglichen Gebiet eine Lawine nieder», erinnert Regierungsstatthalter Walter Dietrich in einer Medienmitteilung: «Eine Ecke der Skibar wurde beschädigt, Personenschäden waren glücklicherweise keine zu verzeichnen, weil die Skibar geschlossen war. In den letzten Jahren wurde nämlich ein Sicherheitskonzept mit der Firstbahn beziehungsweise deren Pistendienst betrieben. Wenn die Piste aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, galt dies auch für die Bar. Auch wenn die Gefahr gering erscheint und das Sicherheitskonzept funktionierte, besteht sie dennoch. Niemand kann hundertprozentig voraussehen, ob und wann die nächste Lawine niedergeht. Weil sich in einer Skibar die Gäste längere Zeit am gleichen Ort aufhalten, ist das Risiko bedeutend grösser als auf der Skipiste.» Deshalb sei der Regierungsstatthalter zum Schluss gekommen, dass das erneut gestellte Gesuch aus Gründen der Sicherheit nicht mehr bewilligt werden könne: «Immerhin hatte die Gesuchstellerin seit dem Jahr 2004 genug Zeit, geeignete Massnahmen zu treffen, damit der Betrieb hätte bewilligt werden können. Es liegt nun an der Gesuchstellerin beziehungsweise der Bergschaft eine andere Lösung zu suchen.»
Seit der Wintersaison 2002/03 erteilte laut der Medienmitteilung der Regierungsstatthalter jeweils von Jahr zu Jahr der Familie Rubi in Grindelwald eine provisorische Betriebsbewilligung für die Gemsbergbar: «Weil sich erst später zeigte, dass die Sennhütte, in deren Bereich die Gemsbergbar betrieben wird, im Wirkungsbereich der Grindel-Oberläger-Lawine befindet, fanden seit 2004 zahlreiche Gespräche betreffend einer Standortverlegung oder baulichen Massnahmen statt. Leider konnte diesbezüglich bis heute keine Lösung gefunden werden.»
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