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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Dienstag 9. Dezember 2008
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Ab Mitte Oktober kann es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News von voraussichtlich jeweils zwei bis drei Tagen kommen. Der Grund: Die vor zwei Jahren transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen noch nicht genau definierten Grades und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.


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Grindelwald: Landschaftsschutz gegen spekulativen Zweitwohnungsbau

Nach dem durch einen Expertenbericht veröffentlichten unkorrekten Umgang mit dem Erstwohnanteilsplan in Grindelwald fordert die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz Gemeinde und Regierung auf, «sich endlich mit wirksamen Massnahmen gegen den spekultativen Zweitwohnungsbau zu wehren und auch im Kanton Bern Planungszonen mit einem Moratorium zur Bewilligung von Zweitwohnungen einzurichten».

pd/bns. «Die Rüge der hohen ‹Fehlerquote› von 42 Prozent im Umgang mit dem Erstwohnanteilsplan (Ewap) in Grindelwald durch den Justizdirektor hinterlässt beim zweiten Hinsehen einen etwas schalen Nachgeschmack», schreibt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz in einer von ihrem Geschäftsleiter Raimund Rodewald unterzeichneten Medienmitteilung: «So erachtet es der Regierungsrat offenbar als genügend, wenn die fehlenden Ewap-Anmerkungen nun im Grundbuch nachgetragen werden. Dies dürfte wohl kaum in allen, möglicherweise nur in den wenigsten Fällen möglich sein, da vieler diese Wohnungen nur noch verkappte Erstwohnungen sind und auch wohl bereits verkauft wurden. Das Problem der Zweitwohnungen und der Wirkungslosigkeit des Ewap in Sachen Beschränkung der Zweitwohnungen bleibt ungelöst.»

Für die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz habe der Justizdirektor hier einen zu raschen Schlussstrich unter die «Affaire» gesetzt, lässt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz im weiteren verlauten: «Hinter den ‹Fehlern› (die selbst in jüngster Zeit gehäuft vorkamen) verbergen sich das bekannte Zweitwohnungsproblem in Tourismusgebieten und die jahrelange Beschwichtigung der Behörden, ‹man habe die Situation im Griff›. In Tat und Wahrheit dominiert die Bauwirtschaft in vielen Tourismusgebieten das Geschehen und unförmige Riesenchalets mit leerstehenden Zweitwohnungen als private Kapitalanlage schossen aus dem Boden und verunstalteten das Landschafts- und Ortsbild. Für die Deckung der damit verbundenen teuren Infrastrukturkosten wurden wieder neue Appartementhäuser gebaut. So drehte sich die Spirale und so trug man vielerorts auch die eigene Hotellerie zu Grabe.» Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz fordere daher Gemeinde und Regierung auf, «sich endlich mit wirksamen Massnahmen gegen den spekulativen Zweitwohnungsbau zu wehren und auch im Kanton Bern Planungszonen mit einem Moratorium zur Bewilligung von Zweitwohnungen einzurichten – dies so lange, bis griffige Instrumente wie Zweitwohnungskontingente eingeführt wurden».
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