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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Dienstag 9. Dezember 2008
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Ab Mitte Oktober kann es zu zeitweiligen Unterbrüchen in der aktuellen Berichterstattung der Berner Oberland News von voraussichtlich jeweils zwei bis drei Tagen kommen. Der Grund: Die vor zwei Jahren transplantierte Lunge von Beo-News-Herausgeber Peter Schmid zeigt Abstossreaktionen noch nicht genau definierten Grades und muss im Universitätsspital Zürich entsprechend therapiert werden.


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Thun: Sollen Stadtverwaltung und Kunstmuseum verlegt werden?

Der Thuner Gemeinderat prüft langfristige Alternativen zum Thunerhof. Einerseits führt der Gemeinderat Gespräche mit möglichen Investoren, andererseits prüft er Alternativstandorte. Die künftigen Büros sollen kostengünstiger betrieben werden können und weniger Fläche beanspruchen als im Thunerhof.

Können die Thuner Stadtverwaltung und das Kunstmuseum aus dem Thunerhof (Bild) an einen andern Standort verlegt werden? (Archivbild Peter Schmid)

pd/bns. Mit diesen Abklärungen erfüllt die Stadtregierung laut einer Medienmitteilung Aufträge des Stadtrates. Insgesamt rund 10 000 Quadratmeter Geschossfläche belege die Stadtverwaltung Thun in ihrem Hauptgebäude, dem altehrwürdigen Thunerhof, einem ehemaligen Hotelbau aus dem Jahr 1875 in Seenähe am rechten Aareufer. Im Erdgeschoss befinde sich auf weiteren 1200 Quadratmeter das von der Stadt geführte Kunstmuseum samt Shop und Cafeteria: «Obwohl Verwaltungs- und Museumsräume zwischen 1943 und 2003 etappenweise für insgesamt 24,7 Millionen Franken saniert worden sind, ist die Stadtregierung vom Parlament beauftragt worden, nun die Auslagerung dieser städtischen Nutzungen an kostengünstigere Standorte zu prüfen.» Auslöser seien zwei in den Jahren 2002 und 2005 überwiesene Postulate. Das eine Postulat stamme von der Grünen Freien Liste und verlange die Prüfung einer (Teil-) Umnutzung des Thunerhofes. Am 9. Dezember 2005 habe die SVP dann in einem zweiten Postulat verlangt, Verkaufsmöglichkeiten für den Thunerhof zu prüfen. Diese beiden Aufträge setze der Gemeinderat nun um.

Gespräche mit möglichen Investoren
Voraussetzung für eine Auslagerung sei, den Thunerhof einer attraktiven Nutzung zuzuführen und zu einem für die Stadt wirtschaftlichen Preis verkaufen zu können, verlautet im weiteren: «Der Gemeinderat hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtliegenschaften und der Abteilung Stadtmarketing deshalb in den letzten Wochen erste Gespräche mit möglichen Investoren sowie den Eigentümern der beiden möglichen Alternativstandorte aufgenommen. Auf eine öffentliche Ausschreibung wurde bewusst verzichtet, da diese Kategorie Liegenschaften auf dem Weg direkter Gespräche besser vermittelt werden können.» Als Alternativstandorte für die Verwaltung würden verschiedene Varianten geprüft: «Sollten sich diese Varianten als ungeeignet erweisen, werden weitere Standorte untersucht.»

Separate Suche für Kunstmuseum
Offen bleibe, ob das Kunstmuseum im Thunerhof bleiben oder eventuell ebenfalls verlegt werden soll: «Alternativstandorte für das Kunstmuseum werden unabhängig von der Standortfrage der Verwaltung gesucht.» Aus dem Thunerhof ausgelagert werden müssten bei einem Verkauf das Amt für Bildung und Sport, die Sozialdienste, die Finanzverwaltung, die Abteilung Stadtmarketing und die Direktion Sicherheit samt den Einwohnerdiensten. Die heutigen Verwaltungsnutzungen im Thunerhof würden an einem neuen Standort rund 7000 Quadratmeter Geschossfläche benötigen. In die Abklärungen einbezogen werden auch die andern Standorte der Stadtverwaltung an der Industriestrasse 2 und an der Militärstrasse 5 sowie das Rathaus: «Auch deren Nutzungen werden überprüft; grundsätzlich in Frage gestellt werden sie jedoch nicht.» Die nun laufenden Abklärungen sollen im Herbst 2009 abgeschlossen sein.
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