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Montag 15. Dezember 2008
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Schneeräumung in Thun: Hauptverkehrsachsen und Buslinien mit erster Priorität

Obschon die Piketteams des Thuner Tiefbauamtes täglich ab drei Uhr früh unterwegs sind, lassen der Personalbestand und die finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt im Winter keinen Totalservice zu. Erste Priorität haben die Hauptverkehrsachsen, die STI-Buslinien und die stark frequentierten Fussgängerbereiche.

pd/bns. Vereiste Trottoirs und Schneehaufen an den Strassenrändern bereiten laut einer Medienmitteilung gegenwärtig auch in Thun manchen Zweiradfahrern und Fussgängern, insbesondere älteren Menschen, Sorgen: «Häufige Schneefälle in Kombination mit Erwärmungs- und Abkühlungsphasen bewirkten in den letzten Tagen, dass in Thun Trottoirs und Fusswege zunehmend vereisten und mit teilweise sehr glatten, grauen Eispanzern überzogen wurden. Zahlreiche dieser vor allem für ältere Fussgänger unangenehmen und gefährlichen Stellen konnten jedoch entschärft werden, indem Teams des städtischen Tiefbauamtes Split und Salz streuten, Eis aufpickelten und Schneehaufen beseitigten. Dennoch blieben immer noch viele Gefahrenherde bestehen, was erboste Anrufe beim Tiefbaumt bewirkte.»

60 Tonnen Salz und 10 Tonnen Split verteilt
Der Thuner Stadtingenieur Rolf Maurer, Chef des Tiefbauamtes, weist in der Medienmitteilung darauf hin, dass gerade in solchen Extremsituationen auf den 120 Kilometer Gemeindestrassen und 110 Kilometer Fusswegen und Trottoirs auf Thuner Boden nach klaren Prioritäten geräumt werden müsse: «Erste Priorität haben die Hauptverkehrsachsen, die STI-Buslinien und die stark frequentierten Fussgängerbereiche. Im weitern muss gewährleistet werden, dass die Kehricht-Entsorgungstouren gemäss üblichem Zeitplan fahren können – auch dazu müssen die Strassen frei sein.» Rolf Maurer: «In solch seltenen Extremsituationen fehlen uns ganz klar zusätzliche Mitarbeiter und Maschinen. Wir setzen jedoch alle rekrutierbaren Mitarbeitenden ein, zum Beispiel diejenigen der Stadtgärtnerei sowie Handwerker aus der Werkstatt des Tiefbauamtes.»

Mehr Salz und Split als in letzten zwei Jahren
Rund 100 der 130 Mitarbeiter des Tiefbauamtes hätten in den letzten fünf Tagen über 60 Tonnen Salz und 10 Tonnen Split verteilt, laut Maurer mehr als in den beiden letzten Jahren zusammen: «Dauern Schneefälle und Glatteisbildung über mehrere Tage an, entstehen Engpässe beim Personaleinsatz. Notwendige Ruhezeiten und Ablösungen können dann nicht mehr durch zusätzliche Mitarbeiter aufgefangen werden. In dringenden Fällen kann aber Strasseninspektor Markus Mani über Telefon 033 225 83 53 kontaktiert werden. Privatstrassen, Parkplätze und und weitere Flächen, «die verständlicherweise auch von Schnee und Eis befreit werden sollten», könnten aus den genannten Gründen nicht auch noch geräumt werden – oder allenfalls erst später, wenn sich die Situation entschärft habe. Stadtingenieur Rolf Maurer bittet in der Medienmitteilung um Verständnis und hofft, «dass sich die Thuner auch ein wenig am weihnächtlichen Bild unserer verschneiten Stadt erfreuen können».
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