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Berner Oberland News – 13. Jahrgang
Donnerstag 21. Februar 2008
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Kontaktgremium verlangt Flugpause in der Hochsaison

Die Vertreter der Region haben in der Sitzung des Kontaktgremiums Meiringen am Donnerstag 21. Februar 2008 vom Eidgenössischen. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) eine viermonatige Flugpause in der touristischen Hochsaison und damit eine Reduktion der jährlichen Jetbewegungen auf 2500 gefordert.

pd/bns. Die lokalen Vertreter wollen laut einer Medienmitteilung so den in der Vernehmlassung zum Sachplan Militär von allen Gemeinden geforderten Bedürfnissen Nachdruck verschaffen: «Sie sind überzeugt, dass auf diesem Weg ein Nebeneinander von Tourismus, Lebensqualität der Anwohner und der notwendige Trainingsraum für die Luftwaffe sichergestellt werden kann. Die Vertreter der Gemeinden und der verschiedenen Interessengruppen setzen somit weiterhin auf den immer wieder, auch von Bundesrat Samuel Schmid, erwähnten Dialog. Sie erwarten aber, dass die gestellten Fragen vom VBS kurzfristig angepackt werden.»

Stationierungskonzept überprüfen
Die Vertreter seien sich bewusst, verlautet im weiteren, «dass der geforderte Ansatz nur mit einer Überprüfung und Überarbeitung des heutigen Stationierungskonzeptes der Luftwaffe realisiert werden kann. Sie vertreten aber die Auffassung, dass dies, basierend auf den deutlich reduzierten Bewegungszahlen für Jets in Sion und Payerne so oder so unumgänglich ist.» Um dem VBS den notwendigen Freiraum für diese Planungsarbeiten zu geben, müsse das Parlament politisch die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen: «Es ist daher notwendig, zeitnah, wenn möglich bereits in der Frühjahrssession, diesen Themenkreis zu behandeln. Ein möglicher und bereits vorbereiteter Weg ist die umgehende Behandlung der Motion von Nationalrat Adrian Amstutz. Sie beantragt, das Stationierungskonzept zu überprüfen um in Zukunft wieder mehr Flugplätze betreiben zu können, damit die heute stark betroffenen Regionen etwas vom Fluglärm entlastet werden können. Die regionalen Vertreter der Gemeinden und der Interessengruppen erwarten, dass das Parlament diese Rahmenbedingungen schaffen wird und dem VBS auch den dazu notwendigen finanziellen Spielraum gewähren.»

Schallschutzfenster
Dank der Intervention der lokalen Vertreter konnte erwirkt werden, dass neu auch Liegenschaften mit Baujahr nach 1985 und vor Publikation des Lärmbelastungskatasters 2000 (Ende 1997) in den Genuss von Schallschutzfenstern kommen. Diese Massnahme zeigt, dass auf dem Weg des Dialoges Resultate erzielt werden können.

Neue Mitglieder des Kontaktgremiums
Um die notwendigen Massnahmen möglichst rasch zu diskutieren und auch umsetzen zu können, wurden laut der Medienmitteilung auf absehbare Zeit monatliche Sitzungen des Kontaktgremiums vereinbart. Aufgrund der Gesuche von Organisationen aus der Region seien folgende Gemeinden und Interessengruppen neu aufgenommen: Einwohnergemeinde Hofstetten, Gemischte Gemeinde Oberried, Verein Pro Flugplatz Meiringen, Handwerker- und Gewerbeverein Oberhasli, Brienzer kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Freilichtmuseum Ballenberg, Umweltverein Schwanden, Verkehrsverein Hofstetten und IG Axalp. – Die nächste Sitzung des Kontaktgremiums findet im März 2008 statt.
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