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Meiringen: «Kein Zeichen zur Abschaffung des Militärflugplatzes»

Die 52-Prozent-Annahme der Initiative gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten in der Standortgemeinde Meiringen ist nach Auffassung des Gemeinderates kein Zeichen zur Abschaffung des Militärflugplatzes Unterbach.

pd/bns. Der Gemeinderat von Meiringen hat laut einer Medienmitteilung an seiner letzten Sitzung die Resultate der Abstimmung zur Initiative gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten diskutiert und er interpretiere die 52 Prozent Ja-Stimmen als Rückenstärkung für die zukünf­tigen Verhandlungen mit dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS): «Der Gemeinderat ist erleichtert, dass die Initiative Weber auf eidgenössischer Ebene klar abgelehnt wurde, da der Initiativtext indirekt eine Abschaffung der Luftwaffe gefordert hat. Die Zustimmung der Gemeinde Meiringen mit 52 Prozent Ja-Stimmen werde nicht als Ja zur Abschaffung des Flugplatzes gewertet, sondern als Zeichen gegenüber dem VBS, «dass mit raschen Resultaten aus den Verhandlungen gerechnet wird und die Situation für die betroffene Bevölkerung und den Tourismus massgeblich bereits kurzfristig verbessert werden kann». Der Gemeinderat von Meiringen zeigt sich in seiner Medienmitteilung «nicht unglücklich über den Ausgang der Abstimmung innerhalb der Gemeinde und versteht das Resultat als Rückenstärkung für die weiteren Verhandlungen mit dem VBS». Er werde sich weiterhin stark dafür einsetzen, dass die eingereichten Forderungen rasch behandelt würden und für die Gemeinde tragbare Lösungen erarbeitet werden könnten.

Während im gesamten Amtsbezirk Oberhasli die Initiative gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten mit 1582 Nein gegen 1324 Ja abgelehnt wurde, hatte sich die Standortgemeinde des Militärflugplatzes Unterbach, Meiringen – siehe auch Initiative gegen Kampfjetlärm wuchtig abgelehnt vom Sonntag 24. Februar 2008 – mit 926 Ja gegen 856 Nein für die Initiative ausgesprochen. In einem ähnlichen Verhältnis wie in der gesamten Schweiz wurde auch im Kanton Bern bei einer Stimmbeteilung von 32,6 Prozent die Volksinitiative gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten mit 150 886 gegen 78 028 Stimmen deutlich abgelehnt.
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