pd/bns. Das Edelweiss, und im besonderen die Sorte Helvetia, wird laut einer Medienmitteilung des
Bundesamtes für Landwirtschaft in der Schweiz bereits von Bergbauern für die Kosmetik-, Agrar- und Lebensmittelindustrie angebaut: «Was den Enzian anbetrifft, so finden ab dem Jahr 2008 Versuche statt, um einheimische Arten wie die Gentiana asclepiadea oder die Gentiana pneumonanthe anzubauen und ihr Produktionspotenzial an qualitativ hochstehenden Stielen zur Anfertigung von Blumenbouquets zu beobachten.»
Um sich von der Auslandproduktion abzuheben und einen bedeutenden Marktanteil bei den Grossverteilern und im Detailhandel halten zu können, müsse die Schweizer Schnittblumen- und Topfpflanzenproduktion ständig neue Nischen finden, heisst es in der Medienmitteilung: «Aufgrund der steigenden Energiepreise und dem damit verbundenen Ziel, die Heizkosten zu senken, ist es notwendig, das gegenwärtige Sortiment mit Pflanzen zu ergänzen, die punkto Wärme genügsam sind. Aus diesem Grund hat das Forschungszentrum von ACW in Conthey dieses Jahr ein Diversifikationsprojekt lanciert, um den Blumenzüchtern innovative Produkte für ihre Kunden anzubieten.»
Ziel sei es, neue Produkte, markante Schweizer Besonderheiten, zu entwickeln. Der Schwerpunkt liege dabei auf den Pflanzen alpiner Herkunft, die von Natur aus energiegenügsam seien: «Die ersten Anbauversuche konzentrierten sich daher auf das Edelweiss, Wahrzeichen der Schweizer Alpen. Das Edelweiss wurde erfolgreich im geschützten Anbau in mit Kokosfasern gefüllten Behältern sowie im Freiland gezüchtet. Die gezüchteten Stiellängen eignen sich bestens für die Anfertigung runder Blumensträusse. Im geschützten Anbau zog sich die Stielernte bei einer Pflanzung im März über mehr als drei Monate, im Freiland bei einer Pflanzung im Mai ebenfalls. Möglich sind diese Ergebnisse dank der von Agroscope gezüchteten Sorte Helvetia, deren Blütezeit sich bei regelmässiger Blütenentnahme verlängert. Diese Sorte ist somit Garant für eine Belieferung über die ganze Saison hinweg. Erste Anbauversuche bei den Produzenten finden im nächsten Frühling statt.»
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