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Freitag 25. Januar 2008
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Ringgenberg-Goldswil am Brienzersee
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Netz gegen Kinderporno

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«Regierung treibt qualitative Entleerung voran»

Die von alt Nationalrat Hanspeter Seiler präsidierte «IG Ländlicher Raum» fordert den Regierungsrat auf, seinen Beschluss, die Zivilstandsämter von bisher 24 um deren 17 auf 7 zu beschränken zu ändern, «mindestens eine bezirksrefomgemässe Lösung vorzusehen und die qualitative Entleerung von Teilen des ländlichen Raums sowie den Abbau des staatlichen Service public endlich zu stoppen».

pd/bns. Der Beschluss des Regierungsrates des Kantons Bern, die Zahl der Zivilstandsämter zu reduzieren – siehe auch Neue Standorte für Zivilstandsämter und Ausweiszentren vom Dienstag 15. Januar 2008 – wird in einer Medienmitteilung als nicht nur unverständlich bezeichnet, er widerspreche abgegebenen Zusagen und treibe damit ein weiteres Mal die qualitative Entleerung von Teilen des ländlichen Raums voran: «Für Bestellung/Bezug von Identitätskarte/Pass und persönlich zu überbringenden Meldungen beim Zivilstandsamt (Geburt, Heirat, Tod) sollen künftig bloss noch sieben Dienststellen im Kanton Bern zuständig sein; solche sind zum Beispiel im flächenmässig weitaus grössten Landesteil Oberland – er umfasst rund 47 Prozent der Kantonsfläche – nur noch in Interlaken und Thun vorgesehen. Mit diesem Beschluss nimmt der Regierungsrat auf die topografisch bedingten langen Verkehrswege im Landesteil Oberland überhaupt keine Rücksicht und verwechselt bei der Festlegung von Standorten den Begriff zentral mit peripher. Man wird den Verdacht nicht los, dass die staatspolitisch nach wie vor wichtige Bürgernähe für den Regierungsrat immer mehr zu blossem Lippenbekenntnis verkommt und finanzpolitischem Denken geopfert wird. Wobei der Beweis, dass diese neue Struktur gesamtheitlich gerechnet kostengünstiger sein soll, schwer zu erbringen sein dürfte. Der staatliche Service public wird ein weiteres Mal zulasten der Bewohner im ländlichen Raum abgebaut und der Regierungsrat verstärkt damit ganz klar die Tendenz zur Zweiklassen-Bewohnerschaft. Mit der Nichteinhaltung von Zusagen im Rahmen der parlamentarischen Diskussion über diesen Problemkreis zeigt der Regierungsrat sein mangelhaftes politisches Gespür.»
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