Konnte an der Hauptversammlung
von 19
Rettungen und der 100. Baumbergung eines Gleitschirmpiloten durch
Hansruedi «Emmi» Emmenegger berichten: Der
Rettungschef der
SAC-Sektion Interlaken, Adrian Deuschle. (Bild Bruno Petroni)
Am Samstagabend durfte
Vereinspräsident Martin Imhof vor 150 stimmberechtigten
Mitgliedern Stephanie Zaugg begrüssen: Die 23jährige
aus
Matten ist das 1000. Mitglied der Sektion Interlaken des
Schweizerischen Alpenclubs (SAC). Vizepräsident Ueli
Küng:
«26 Austritten stehen 84 neue Mitglieder
gegenüber,
was einem Wachstum von acht Prozent entspricht. Zurzeit haben wir
37 Prozent Frauen. Beide Zahlen liegen statistisch gesehen deutlich
über dem schweizerischen Durchschnitt im SAC.» Die
Sektion
beklagt den Verlust von zehn verstorbenen Mitgliedern im letzten
Jahr.
Hundert Rettungen von
«Emmi»
Adrian Deutschle berichtete von
19 Rettungseinsätzen mit zwei Totenbergungen und einem
Verletzten: «Neun Mal rückten wir für einen
Gleitschirmpiloten aus, sechs Mal für Wanderer.» Der
Rettungschef bedankte sich an dieser Stelle bei der Kantonspolizei,
bei den beteiligten Helikopterunternehmen und bei den
Nachbarsektionen des SAC für ihre stets hervorragende
Zusammenarbeit. Und er beglückwünschte den
Baumrettungsspezialisten Hansruedi «Emmi»
Emmenegger zu
seiner 100. Rettung eines Gleitschirmpiloten Ende August im
Amisbühl.
Bruno Petroni, Journalist,
Matten bei Interlaken /
petroni@gmx.ch
Sekretärin Sonja
Schmidt
berichtete der Versammlung von den Aktivitäten in den
Klubhütten: «Die Guggihütte bekam eine neue
WC-Anlage
und Wegmarkierung. In der Bohlhütte wurde eine Kanalisation
und
sechs Zimmer eingerichtet.» Nur gerade an zwei Wochenenden
war
die Bohlhütte im vergangenen Sommer übrigens nicht
vermietet: 190 belegte Nächte mit über
1000 Gästen
bilden ein zufrieden stellendes Ergebnis. Dafür hielt eine
vorübergehende Mäuseplage im Herbst die
Verantwortlichen
auf Trab. Ein Highlight im letzten Vereinsjahr war auch die
Hundertjahrfeier der Rottalhütte.
Alle Hütten mit
Defiziten
Kassierin und
Sekretärin Sonja
Schmidt berichtete von einem defizitären
Geschäftsgang der
vier klubeigenen Hütten: «Mit 2474 Franken
verzeichnet die
Guggihütte den grössten Verlust. Rottal schliesst mit
2380
Franken ab, die Bohlhütte – infolge
Bauarbeiten – mit
1423 Franken und Wintrösch mit 100 Franken.»
Mitgliederbeiträge in der Höhe von 32 000 Franken
stehen
höheren Aufwendungen wie Tourenwesen, Stammbelebung oder
Vereinsnachrichten gegenüber, was per Saldo 9300 Franken
Überschuss bedeutet. Nach Abzug der Defizite für die
Klubhütten und Abschreibungen bleibt der Sektion aus dem
vergangenen Jahr ein Gewinn von 439 Franken.
62 Jahre im SAC dabei
Gewürdigt wurde auch
eine Reihe
langjähriger Mitglieder des Vereins: Dies sind nicht weniger
als
20 Leute mit 25 Jahren Mitgliedschaft, 14 Personen mit
40 Jahren, deren fünf mit 50 Jahren und vier mit
60 Jahren. Mit Willy Zumstein (Leissigen) und Hans Zurbuchen
(Unterseen) waren sogar zwei Männer anwesend, welche 61 und
62 Jahre lang in der Sektion dabei sind.
Die Versammlung, welcher auch
die drei
Ehrenmitglieder Fritz Otth, Willy Heutschi und Hans Sterchi
angehörten, wählte Barbara Gilgen als neues Mitglied
der
Kulturkommission.
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