| goe. Die Wahlbeteiligung an den Interlakner Gemeindewahlen vom 25. November 2007 betrug 42,8 Prozent. Die Mitarbeiter des Informationsschalters haben im Auftrag der Gemeindeschreiberei die Stimmausweise ausgewertet und die Beteiligung nach Frauen und Männern und nach Altersgruppen aufgeschlüsselt.
Nach Geschlecht
Die Wahlbeteiligung der Frauen lag mit 41,3 Prozent knapp unter dem Durchschnitt, diejenige der Männer mit 44,7 Prozent folglich knapp darüber. In der Altersgruppe der 26- bis 35jährigen und der 36- bis 45jährigen beteiligten sich prozentual mehr Frauen als Männer an den Wahlen. Bei den über 75 Jahre alten Personen beteiligten sich die Frauen mit 37,9 Prozent an den Wahlen, die Männer hingegen mit 61 Prozent. Nur 21,1 Prozent der Frauen bis 25 Jahre gaben ihre Stimme ab, gegenüber ebenfalls nur 26,4 Prozent der Männer der gleichen Altersgruppe. In Zahlen beteiligten sich gesamthaft mehr Frauen an den Wahlen, nämlich 768 gegenüber 679 Männern. Das ist aber auch darauf zurückzuführen, dass Interlaken deutlich mehr stimmberechtigte Frauen (1863) ausweist als Männer (1519).
Nach Altersgruppen
Alle Altersgruppen bis 55 Jahre wiesen eine unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung auf, am geringsten bei den bis 25jährigen mit nur 23,5 Prozent. Dagegen lag der Durchschnitt bei den Altersgruppen 56 bis 65, 66 bis75 und auch bei den über 75jährigen über der gesamten Wahlbeteiligung. In konkreten Zahlen ausgedrückt: Bei den 18- bis 55ährigen Personen beteiligten sich 666 Personen von 1917 Berechtigten an den Wahlen, bei den 56jährigen und älteren hingegen 781 Personen bei nur 1465 Wahlberechtigten. Zwischen der jüngsten Altersgruppe der 18- bis 25jährigen und den 66- bis 75jährigen nahm die Wahlbeteiligung von Altersgruppe zu Altergruppe zu, wenn auch zum Teil nur minim. Erst bei den über 75jährigen nahm sie wieder ab, fast ausschliesslich bedingt durch den massiv tieferen Anteil bei den Frauen.
Vergleich mit 1999 und 2003
Die Feststellungen zu den Wahlen von 2007 sind weitgehend gleich wie bei den Wahlen von 1999 und 2003. Es gibt kaum markante Veränderungen in den Wahlbeteiligungen der Geschlechter und Altersgruppen. Die einzige neue Erkenntnis liegt darin, dass sich die Beteiligung der Frauen generell immer mehr der Beteiligung der Männer annähert. Die Frauen weisen nun bereits in zwei Altersgruppen eine bessere Beteiligung aus als die Männer. Vor vier und vor acht Jahren war das jeweils in einer Altersgruppe der Fall.
Altersgruppen der Gewählten
Aufgrund der Zahl der Wahlberechtigten hätten die bis 25jährigen Anspruch auf 3,5 Sitze im Grossen Gemeinderat, die über 65jährigen auf acht Sitze. Wie vor vier Jahren ging jedoch die Altersgruppe der über 65jährigen leer aus. Ganz anders bei der jüngsten Altersgruppe mit der schlechtesten Wahlbeteiligung. Während vor vier Jahren keines der gewählten Parlamentsmitgliedsmitglieder 25 Jahre alt oder jünger war, sind es nun gleich fünf Mitglieder, darunter mit Alice Rüegsegger das jüngste Mitglied aller Zeiten. 21 Sitze teilen sich die 36- bis 65jährigen, die von der Zahl der Wahlberechtigten 14,5 Sitze zugute hätten. Massiv untervertreten sind aufgrund der Bevölkerungsstruktur die Frauen. Acht Frauen gelang der Sprung ins Parlament. Nach Wahlberechtigten würde der Frauenanteil bei 16,5 Sitzen liegen, aber auch aufgrund der Wahlbeteiligung der Frauen wären es 16 Sitze. Allerdings wurde vier Frauen aus der Altergruppe 18- bis 25 Jahre gewählt. Dabei betrug die Wahlbeteiligung der Frauen dieser Altersgruppe nur gerade 21,1 Prozent.
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