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Thun: Wasserlabor und Pilzkontrolle bleiben bestehen
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Auch nach der Kantonalisierung der Lebensmittelkontrollen per
1. Januar 2008 werden in Thun die Pilzkontrolle und das Wasserlabor
aufrechterhalten.
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Die Beanstandungsquote im Lebensmittelbereich lag laut einer
Medienmitteilung letztes Jahr bei 39,5 Prozent –
«ein Zeichen, dass die Qualität der Kontrollen auch
nach der Kantonalisierung nicht nachlassen darf». Im Rahmen
der Pilzkontrolle seien bei elf Sammlern tödlich giftige Pilze
festgestellt und beschlagnahmt worden.
Weniger Pilze gesammelt – mehr beanstandet
Der Gemeinderat hat laut der Medienmitteilung entschieden, dass das
Wasserlabor und die Pilzkontrolle an der Allmendstrasse 8 auch nach
der Kantonalisierung aufrechterhalten werden. Die Aufgaben werden von
Marcel Heger, dem bisherigen Lebensmittelkontrolleur, wahrgenommen:
«Die Aufgabenerfüllung erfolgt
kostenneutral.» Die Pilzsaison 2007 sei aus Sicht der
Pilzkontrolleure wenig erfreulich gewesen: «Ob es nun die
Witterungsverhältnisse oder die Sternkonstellation war, wie es
einige Pilzkenner vermuten, bleibt offen. Während im Vorjahr
563 Kontrollen durchgeführt wurden, waren es im vergangenen
Jahr nur deren 248. Beim Sammelgut ging das Gewicht von 760 auf
334 Kilogramm zurück. Trotz dieser
rückläufigen Zahlen mussten im Sammelgut von elf
Pilzsammlern wiederum tödlich giftige Pilze festgestellt und
beschlagnahmt werden. In verschiedenen Fällen musste
Kontrolleur Alfred Brunner auch als Spitaldiagnostiker (Beratung von
Ärzten bei Pilzvergiftungen) beigezogen werden.»
Bis zu Entzug der Bewilligung
Von 846 kontrollpflichtigen Betrieben wurden nach Angaben der
Lebensmittelkontrolle im Jahr 2007 deren 506 inspiziert: «Im
Rahmen der Kontrollen mussten 200 (39,5 Prozent) Beanstandungen
gemacht werden: «Auch wenn viele Mängel nicht schwer
wiegen, gilt es zu beachten, dass in mehreren Fällen ein
Entzug der Betriebsbewilligung angedroht werden musste. In einem Fall
musste gar ein Bewilligungsentzug verfügt werden. Ein weiterer
Betriebsleiter musste beim Richter verzeigt werden. Die
Beanstandungsgründe lagen in folgenden Bereichen:
1. Prozesse und Tätigkeiten (Warenannahme, Produktion,
Temperaturen, Transport, Verwertung, Reinigung, Wartung und
Personalschulung). 2. Fehlendes oder mangelndes Konzept zur
Selbstkontrolle. 3. Lebensmittel (Qualität, Lagerung,
Verpackung, Angaben und Untersuchungen). 4. Räumlich
betriebliche Voraussetzungen (Trennung rein/unrein, Räume,
Fahrzeuge, Einrichtungen, Geräte, Gegenstände,
Handwaschgelegenheiten und Schutzvorrichtungen).»
Festwirtschaften: Schulung der Wirte von Nutzen
240 Festwirte wurden laut Medienmitteilung im vergangenen Jahr vor
ihren Anlässen beraten. Namentlich hätten die
Organisatoren auch Unterstützung bei der Erstellung der
Selbstkontrollkonzepte erhalten: «Dank gezieltem Vorgehen und
Schulungen konnte in diesem Bereich im Berichtsjahr ein Fortschritt
erzielt werden. Damit die Beanstandungsquote weiter reduziert werden
kann, müssen die verantwortlichen Personen weiter in bezug auf
den Sinn und Zweck der Selbstkontrolle und der damit verbundenen
Eigenverantwortung geschult werden. In diesem Zusammenhang muss auch
eine gezielte Personalschulung im Vordergrund stehen. Die umfassende
und regelmässige Kontrolle durch die öffentliche Hand
muss auch in Zukunft sichergestellt bleiben.»
Wasseruntersuchungen
Für verschiedene Wasserversorgungen und Badeanstalten seien
1904 mikrobiologische Wasseruntersuchungen durchgeführt
worden, verlautet im weiteren: «Sie garantieren eine
langfristige und gute Wasserqualität.»
Eine Ära ist zu Ende gegangen
Die Lebensmittelkontrolle Thun habe seit Jahrzehnten als fundierte
Fachstelle für Lebensmittelfragen gegolten, heisst es in der
Medienmitteilung: «Die zwei hauptamtlichen Thuner
Lebensmittelkontrolleure erfüllten ihre vielfältigen
Aufgaben mit grossem Sachverstand nicht nur für die Stadt
Thun, sondern auch für acht Regionsgemeinden. Diese
langjährige und erfolgreiche Ära ging am
31. Dezember 2007 zu Ende. Das neue Modell basiert auf hauptamtlichen
Kontrolleuren im ganzen Kanton und soll zu einer Vereinheitlichung der
gesetzlichen Anwendungspraxis und einer Qualitätssteigerung im
Rahmen der Kontrollen führen. In dieser Hinsicht war die Stadt
Thun ihrer Zeit bereits voraus.»
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